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Harte Arbeit und viel Spaß dabei – die Fulda Challenge

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Die Fulda Challenge ist eine der größten und bedeutenden Marketingplattformen im Goodyear-Dunlop-Konzern. Nicht nur, dass sie wie kein anderes Event der Branche die beinahe ideal zur Marke passende Botschaft „High performance on snow and ice“ transportiert, das arktische Extremsportevent biete den Organisatoren zufolge einen sogenannten Werbeäquivalenzwert von fünf Millionen Euro und bringt demnach vermutlich ein Vielfaches dessen ein, was Fulda für seine Challenge an Budget verbraucht. Die „Bilderproduziermaschine“, als die wir das Event im vergangenen Jahr beschrieben haben, scheint auch im zwölften Jahr ihres Bestehens ein sinnvolles Geschäft für die Verantwortlichen in Hanau zu sein, die bereits jetzt Teilnehmer für das Event in 2013 suchen. Gleichzeitig entwickelt die Fulda Challenge aber auch eine große Innenwirkung: Auch für die Fulda-Mitarbeiter im Tross der Reisenden ist das Event im hohen Norden Kanadas eine große Herausforderung und eine besondere Motivation zugleich.
 

 
Das Yukon Territory im Nordwesten Kanadas an der Grenze zu Alaska ist nicht gerade die Destination für einen Winterurlaub. Die Temperaturen können bis auf minus 60 Grad abfallen, sodass man wirklich von Natur-Gewalt sprechen kann, die Anreise ist beschwerlich und die touristische Infrastruktur für Reisende in der kalten Jahreszeit entwickelt sich erst langsam. Aber dies ist genau die Kulisse, vor der die teilnehmenden Sportler und Prominenten eben glaubhaft Höchstleistungen erbringen und Grenzerfahrungen sammeln können, über die dann wiederum von den mitreisenden Journalisten wort- und bildreich berichtet wird. Jede Fernsehminute, jeder Artikel, jedes Facebook-Posting und jedes YouTube-Video transportieren die Markenbotschaft – den berichtenden Multiplikatoren sei Dank.

Gleichzeitig bietet die Fulda Challenge aber auch ein Integrationsmoment nach innen, das sich insbesondere dann zeigt, wenn das Unvorhersehbare passiert, das Organisationsteam also kurzfristig wohlausgedachte und genau getaktete Veranstaltungsabläufe über den Haufen werfen muss, da das Wetter oder die Technik es so will und ihnen einen Strich durch die Planungen macht.

In dem Bemühen, jedes Jahr andere Wegstrecken zurückzulegen und den Beobachtern daheim wie auch den ‚Stammgästen’ und sich selbst ein Mehr an Abwechselung zu bieten, hatten die Veranstalter der Fulda Challenge in diesem Jahr sogar einen zweitägigen Abstecher nach Skagway im US-amerikanischen Alaska geplant. Die akute Lawinengefahr auf der Passstraße dorthin ließ dies allerdings nicht zu. Für die Mitglieder des Fulda- bzw. des Orgateams bedeutete dies mehrere beinahe schlaflose Nächte, musste doch in der Kürze der Zeit ‚Plan B’ umgesetzt werden, ohne dass die teilnehmenden Athleten und mitreisenden Journalisten von dem allgemeinen Wirbel, den eine solche Planänderung eben automatisch nach sich zieht, nennenswert beeinträchtigt würden. „Im Team arbeitet jeder auf sehr hohem Niveau. Man braucht immer nur wenig Worte, bis etwas ins Rollen kommt“, fasst Susanne Knickel ihre eigenen Erfahrungen zusammen. Die bei Goodyear Dunlop Tires Germany für die Marke Fulda zuständige Marketingleiterin gehört zum Kernteam des Veranstalters und ist nach drei Fulda Challenges, die sie betreut hat, immer noch beeindruckt von den eingespielten und zum Teil automatisierten Abläufen im Organisationsteam.

Gerade die Umsetzung von ‚Plan B’ auf der diesjährigen Fulda Challenge habe viele Kollegen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit geführt, fanden die meisten doch kaum mehr als vier Stunden Schlaf pro Nacht, und das über Tage hinweg. Trotz der „harten Arbeit“, die für die Verantwortlichen im Orgateam natürlich auch als Pflicht gesehen werden kann, wird es eben von ihnen kaum als solche wahrgenommen. Marketingleiterin Susanne Knickel etwa findet es im Yukon Territory „einfach wunderschön und sehr aufregend“ und nehme die Arbeitsbelastungen vor Ort gerne inkauf. „Verschleißerscheinungen“ könne sie bei sich jedenfalls nicht feststellen, so sehr mache ihr die Veranstaltung im Yukon Territory Spaß.

Ähnlich sieht es auch Fulda-Urgestein Rolf-Dieter Stohrer. Der Produktmanager ist seit 32 Jahren für Fulda tätig und hat in den vergangenen zwölf Jahren kaum eine Fulda Challenge verpasst. „Wenn ich hier bin, dann lade ich meine Akkus wieder auf“, sagt Stohrer, der im Februar seinen 59. Geburtstag feiert. Selbst das Wort „Sonderurlaub“ fällt, wenn man mit dem Fahrer des sogenannten „Besenwagens“ – des letzten Wagens im Fulda-Challenge-Tross – über das Großevent am Nordpolarkreis spricht, auch wenn die Arbeit an sich natürlich hart sei. Immer dann, wenn es ein technisches Problem gibt oder – was im schneeverwehten Yukon Territory mit seinen einschläfernden Straßen mitunter vorkommt – jemand mit seinem Wagen im Straßengraben landet, rückt Rolf-Dieter Stohrer mit seinem ebenfalls ‚Yukon-erprobten’ Mitfahrer Peter Laufer zur Stelle und leisten technische erste Hilfe. Insbesondere zu den prominenten Mitfahrern der vergangenen Jahre könnte der Produktmanager so manche kurzweilige Anekdote erzählen. Während entsprechende gemeinsame Erlebnisse natürlich auch das Zusammengehörigkeitsgefühl im Fulda-Team stärken, will Stohrer natürlich allein aus Respekt vor den betroffenen Promis keine Geschichten in der Öffentlichkeit preisgeben.

Und überhaupt, es sind die gemeinsamen Erfahrungen am Ende der Welt, die zusammenschweißen. Das weiß auch Jochen Semler. Der 33-Jährige ist seit vier Jahren als Projektleiter der Fulda Challenge verantwortlich und hat bis auf eine keine der bisherige Reisen verpasst. Selbst als das Event noch „Yukon Quest“ hieß und 1998 noch als Hundeschlittenrennen ausgetragen wurde, war Projektleiter schon mit von der Partie. Er gehört zusammen mit Rolf-Dieter Stohrer zu den ‚Fulda-Gewächsen’, die das Event im hohen Norden Kanadas bis ins letzte Detail kennen. Natürlich wolle Semler „hier alles geben“, erzählt er über sein größtes berufliches Projekt, ist er doch, wenn er sich nicht gerade um die Fulda Challenge kümmert, auch noch für andere Events des Goodyear-Dunlop-Konzerns in Deutschland verantwortlich. Dass seine Arbeit dabei „nicht zur Pflichtaufgabe wird“, dafür sorge auch der Respekt und die Anerkennung, mit denen ihm seine Kollegen im Unternehmen begegnen; dies mache ihn „stolz“, so Semler weiter, der seit vergangenem September auch stolzer Vater ist. Goodyear Dunlop Tires Germany hatte ihm im vergangenen Jahr im eigenen Imagebuch „Rubber’s Soul“ sogar eine ganze Seite gewidmet. Dass man Semler bei der Bewältigung seiner Aufgaben vor und während der Fulda Challenge natürlich den Rücken von anderen Aufgaben freihalte, darf man erwarten. Aber auch vonseiten des Managements im Konzern fühle er sich wie auch das Event und dessen Zukunft vorbehaltlos unterstützt. „Ich hoffe, dass die Fulda Challenge noch lange Bestand hat“, sagt Projektleiter Semler weiter und weiß natürlich auch um die Bedeutung der Veranstaltung für etliche der Mitglieder aus dem Orgateam. Einen Verschleiß nehme man unter diesen mitnichten wahr, einige Externe nähmen sich sogar von ihren eigentlichen Berufen extra zwei Wochen Urlaub, „um dabei sein zu können; wir müssen niemandem gut zureden“.

Um seine Aufgabe als Presseverantwortlicher bei Fulda nicht immer zu beneiden ist Christian Hieff, muss er sich während der Fulda Challenge doch um die Bedürfnisse von 30 Journalisten und deren Redaktionen nach zeitnaher und eindrucksstarker Berichterstattung kümmern, während gleichzeitig die Onlinekanäle wie Facebook oder YouTube und natürlich die Website der Fulda Challenge (www.fulda-challenge.com) unter Live-Bedingungen bedient werden müssen. Das Event sei „natürlich mit sehr viel Arbeit verbunden“, weiß auch Hieff. Doch „man ist schon stolz, wenn die Veranstaltung als gelungen bezeichnet wird“, wirke sich dies durch die Berichterstattungen der journalistischen Multiplikatoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz doch direkt auf den Wert und den Erfolg der Fulda Challenge aus. Insbesondere sei die Gruppe der Athleten für diesen Erfolg verantwortlich. Macht es den Teilnehmern Spaß, den arktischen Extremsportevent erfolgreich zu bestehen, macht sich dies auch an der Stimmung unter den Sportlern und natürlich auch unter den Offiziellen und den anderen Mitreisenden bemerkbar. Gerade die diesjährige Fulda Challenge kann, was die 14 Athleten betrifft, als voller Erfolg verbucht werden: Niemand stach aus dem Athletenteam heraus, weder im Positiven noch im Negativen, lässt man die sportliche Leistungsfähigkeit einmal außen vor. Aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Selbst die prominenten Teilnehmer – darunter Biathletin Katja Beer-Wüstenfeld, Moderatorin und Rennfahrerin Lina van de Mars, Schauspieler Jenke von Wilmsdorff, Kickboxerin Dr. Christine Theiss sowie Gerd Schönfelder, der erfolgreichste Paralympics-Teilnehmer überhaupt – fielen in diesem Jahr durch eine besondere Bodenständigkeit und ein Fehlen jedweder Starallüren überaus positiv auf und sorgten für ein „Wir-Gefühl, den eigentliche Geist der Challenge, unter den Athleten“, so Christian Hieff, und nicht für ein „Ihr-Gefühl“, was bei den Promis in früheren Jahren mitunter beobachtet wurde.

Letzten Endes, so erläutert Frank Hohmann, habe die Fulda Challenge ihre eigentliche Existenzberechtigung natürlich als Marketingplattform. Wie der Direktor für Marketing und strategische Entwicklung bei der Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH (Hanau) sagt, sei „die Fulda Challenge eine Marke mit einem hohen Integrationsmoment für das ganze Unternehmen. Alle Mitarbeiter sind stolz darauf.“ Die Marketingplattform Fulda Challenge habe „eine enorm verbindende Qualität“, so der Direktor weiter und nutzt diese folgerichtig auch, um guten Fulda-Kunden ein Incentive zukommen lassen zu können. In diesem Jahr etwa waren wieder mehrere deutsche Reifenhändler mit in das Yukon Territory gereist und begleiteten das Event für einige Tage. Für den einen ist es eine ideale Kundenbindungsmaßnahme, die auch messbare Erfolgsfaktoren mit sich bringt, für den anderen „ein faszinierender Abenteuerurlaub“. Trotz der offensichtlichen Innenwirkung der Fulda Challenge auf die Mitglieder des rund 25-köpfigen Orgateams sowie die Daheimgebliebenen im Goodyear-Dunlop-Konzern sei es natürlich das primäre Ziel des Events, eine positive Außenwirkung zu erzielen. Und die könne man eben in „harter Währung“ und „zunehmender Markenbekanntheit“ messen, weswegen die „Zukunft der Fulda Challenge gesichert“ sei, so Frank Hohmann weiter. arno.borchers@reifenpresse.de 

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