Sibur trennt sich endgültig vom Reifengeschäft – Management-Buy-out

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Der Sibur-Konzern – vormals größter Reifenhersteller Russlands – hat sich jetzt völlig aus dem Reifengeschäft zurückgezogen. Nachdem Sibur im vergangenen Jahr bereits die Reifenfabrik in Kirov aus der Amtel-Insolvenzmasse an ein Joint Venture aus Pirelli und Russian Technologies State Corp. veräußert hat, gehen jetzt die verbleibenden Werke an eine Investorengruppe um den ehemaligen CEO der Reifensparte Siburs, Vadim Gurinov. Das 100-prozentige Management-Buy-out von Sibur-Russian Tyres (SRT) sei am 29. Dezember 2011 vollzogen worden, heißt es dazu in einer Mitteilung des Reifenherstellers; finanzielle Details zu der Transaktion nannten die Beteiligten indes nicht.

Vom SRT-Management übernommen wurden demnach die Reifenfabrik in Yaroslavl’, die Fabrik in Omsk (vormals Omskshina, jetzt Cordiant-Vostok), eine weitere Fabrik in Ekaterinburg (Uralshina; gehört zur Yaroslavl’-Gesellschaft) sowie die Landwirtschafts- und Industriereifenfabrik in Volzhski (Voltair). In Yaroslavl’ sollen dem Vernehmen nach auch Reifen für den europäischen Markt gefertigt werden. Zu den Hauptmarken des Unternehmens zählen „Cordiant“ als Pkw-Reifen und „Tyrex“ als Nfz-Reifen. Das neue Management ist der Ansicht, man habe „die Fähigkeiten und die Möglichkeiten, Sibur-Russian Tyres zu einem der effektivsten Reifenhersteller Russlands“ weiterzuentwickeln.

Der Sibur-Konzern ist bereits seit Längerem mit dem Umbau des eigenen Unternehmens beschäftigt. Sibur-Chef Dmitry Konov hatte bereits 2010 von seinen Plänen berichtet, sich über kurz oder lang von seiner Reifensparte Sibur-Russian Tyres trennen zu wollen, nannte aber keinen Zeitplan. Die Reifensparte machte in 2010 einen Umsatz von 650 Millionen Euro und verkaufte dafür 8,7 Millionen Reifen, mit denen der Hersteller eigenen Angaben zufolge 24 Prozent des russischen Marktes bediene. Wohl auch vor dem Hintergrund des Konzernumsatzes von 5,9 Milliarden Euro bezeichnete Konov die Reifensparte jetzt als „Non-core asset“, Sibur wolle sich stattdessen auf das Petrochemiegeschäft konzentrieren. ab
 

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