Niedersachsen würdigt Gisela Bohnenkamps Engagement mit Verdienstkreuz

Gisela Bohnenkamp, die Gründerin der „Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung“ in Osnabrück, ist am 2. Dezember für ihr außergewöhnliches Engagement, die Bildung von jungen Menschen zu fördern, mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens ausgezeichnet worden. Wissenschaftsministerin Professor Dr. Johanna Wanka hat im Bohnenkamp-Haus im Botanischen Garten die vom Niedersächsischen Ministerpräsidenten verliehene, hohe Auszeichnung überreicht. „Die Menschen haben immer im Mittelpunkt Ihrer Entscheidungen gestanden: Dies galt für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denen Sie sichere Arbeitsplätze gegeben haben, und dies gilt heute vor allem für Kinder und Jugendliche aus der Region Osnabrück, für deren Bildung sie sich vielfältig engagieren. Sie haben mit viel Einsatz und Kreativität gezeigt, wie viel eine erfolgreiche Unternehmerin und Stifterin in einer Region bewegen kann“, sagte Wanka. Die aus Wesel am Niederrhein stammende Gisela Bohnenkamp war mit dem Unternehmer Friedel Bohnenkamp verheiratet. Nach dessen Tod im Jahr 1990 hatte sie die Firmenleitung übernommen und ist heute im Aufsichtsrat der Bohnenkamp AG, einem der namhaftesten Spezialanbieter für Reifen, Räder und Fahrzeugbauteile für den Einsatz in Agrarindustrie und Transportwesen. Die Ausbildungsquote des Unternehmens liegt bei rund zwölf Prozent. Für ihre Verdienste hatte Gisela Bohnenkamp bereits den Ehrenpreis des Vereins für Wirtschaftsförderung Osnabrück erhalten.

Gisela Bohnenkamp hatte im Jahr 2008 die Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung gegründet. Dafür hatte sie knapp die Hälfte ihrer Unternehmensanteile an diese Stiftung übertragen. Das Motto der Stiftung lautet „Bildung fördern – alle mitnehmen“. Es gilt vor allem, Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu stärken. Die Stiftung hat in den vergangenen zwei Jahren mit rund 1,5 Millionen Euro Projekte initiiert und Initiativen unterstütz, die als vorbildlich gelten. So hat sie den Bau des Bohnenkamp-Hauses im Botanischen Garten der Universität Osnabrück maßgeblich gefördert. Auch das Projekt „Bewegte Sprache – Sprache durch Bewegung“ und das Institut für frühkindliche Bildung haben profitiert. Bedeutende wissenschaftliche Kongresse und die „Niedersachsen- Professur“ an der Universität Osnabrück sind von der Stiftung ebenfalls finanziert worden.

Gisela Bohnenkamp dankte der Ministerin für die hohe Auszeichnung und sagte: „Ich möchte auch allen danken, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen. Es gab in meinem Leben immer wieder Menschen, die einfach da waren und denen ich vertrauen konnte.“ Die Gründung der Stiftung sei einer der Höhepunkte ihrer Arbeit gewesen, erklärte Gisela Bohnenkamp und fügte hinzu: „Ich bin durchaus der Meinung, dass solide mittelständische Unternehmen das Rückrat der Wirtschaft und Gesellschaft sind, dass aber auch Verpflichtungen entstehen, etwas für die Gesellschaft zu tun.“ ab

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