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Bohnenkamp wächst und wächst

Die Bohnenkamp AG ist heute einer, wenn nicht der führende Vermarkter und Großhändler für Landwirtschaftsreifen in Europa sowie ein Spezialist für EM- und Industriereifen. Gegründet wurde das Unternehmen 1950 von Friedel Bohnenkamp in Osnabrück, wo sich noch heute der Hauptsitz befindet. Derzeit werden an den vier Standorten Osnabrück, Leipzig, Kletzin und Landshut sowie bei den Tochterunternehmen in den Niederlanden (Agriband B.V.) und in der Slowakei (Bohnenkamp International s.r.o., die aktuell vor allem den ungarischen Markt erschließt) über 200 Mitarbeiter beschäftigt. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen auch über Vertriebsmitarbeiter in Österreich und Ungarn. Der Umsatz der Unternehmensgruppe lag 2010 bei 165 Millionen Euro, in 2011 (genaue Zahlen liegen noch nicht vor) dürfte er bei rund 200 Millionen liegen.

Das Kerngeschäft liegt traditionell im Handel mit Landwirtschaftsreifen, die Bohnenkamp ausschließlich über den Fachhandel (Reifen- und Landmaschinenhandel) vertreibt. Neben den Exklusivmarken Alliance und BKT bietet das Osnabrücker Unternehmen auch nahazu alle anderen Marken der namhaften Hersteller an. In den vergangenen Jahren wurden verstärkt Lkw-Reifen ins Portfolio aufgenommen, wobei die Marke WindPower im Zentrum des Vertriebs steht.

„Gemessen an Umsatz, Liefermenge und Lagerkapazität sind wir heute der größte Vermarkter und Fachhändler von Landwirtschafts- und Nutzfahrzeugreifen in Europa“, kommentiert der Vorstandsvorsitzende Christoph Geyer die aktuelle Situation des Unternehmens. Das Zentrallager der Bohnenkamp AG in Osnabrück ist mit über 60.000 Quadratmetern überdachter Lagerfläche eines der größten dieser Art in Europa. Zusätzlich stehen in den verschiedenen Niederlassungen und Tochterunternehmen weitere 15.000 Quadratmeter Lagerfläche zur Verfügung. Über 7.500 verschiedene Reifengrößen und -ausführungen sind hier ständig auf Abruf.

Obwohl bereits ungefähr jeder dritte Reifen des deutschen Ersatzgeschäftes für Landwirtschaftsreifen über die Unternehmenszentrale in Osnabrück läuft, ist erneut ein millionenschwerer 3-Jahres-Plan entwickelt und bewilligt worden, der den Um- und Ausbau des Lagers hin zu einem Logistikzentrum mit optimierten Arbeitsabläufen vorsieht. Durch einen glücklichen Umstand konnte direkt angrenzend an das bestehende Grundstück weiteres Gewerbegebiet akquiriert werden.

Die Expansion soll allerdings nicht nur dem zentralen Produkt Landwirtschaftsreifen dienen, sondern auch dem weiteren Sortiment, das noch Potenzial bietet: Man denke dabei einerseits an das Rädergeschäft, so Marketingleiter Henrik Schmudde im Rahmen der Agritechnica, sowie reifenseitig an einen Ausbau in anderen Nutzfahrzeugbereichen wie EM und Lkw. Außerdem bietet der Markt für Kleinreifen noch Luft für Expansion.

Darüber hinaus erschließt Bohnenkamp über die erst vor etwa einem halben Jahr eröffnete neue Niederlassung in Leipzig, die mit inzwischen fünf Mitarbeitern längst voll funktionsfähig ist, eine zum Kerngeschäftsfeld direkt passende Nische. Denn auf dem gleichen Areal in Leipzig ist mit OBO die Tochtergesellschaft eines niederländischen Runderneuerungsspezialisten angesiedelt. Womit kaum Treibradreifen gemeint sind, deren Runderneuerung sich wegen des dann wahrscheinlich schon hohen Karkassalters kaum anbietet, sondern Flotationreifen. Und über das Thema der Runderneuerung kristallisiert sich schon fast automatisch die Reifenreparatur an, schließlich sind Landwirtschaftsreifen teure Produkte, die es so lange wie möglich zu erhalten gilt: ein Service, den die Kunden schätzen dürften.

Komplettrad bis 100 km/h für die Landwirtschaft

Neben dem optischen Stand-Highlight eines „eckigen“ Traktorreifens (siehe dazu die nächste Ausgabe der NEUE REIFENZEITUNG) wartete Bohnenkamp auf der Agritechnica mit dem ersten Komplettrad für den landwirtschaftlichen Einsatz mit einer Zulassung bis 100 km/h für den deutschen Markt auf. Das Komplettrad besteht aus dem Alliance-Reifentyp FloTruck 382 und einer entsprechenden Felge, die von GKN hergestellt worden ist.

Der FloTruck 382 eignet sich insbesondere für Lkw, die vorwiegend in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Mit der Bereifung ist es nun möglich, die Fahrzeuge auch auf nassem Untergrund direkt auf dem Feld zu beladen und die Ladung ohne Umladeprozess über weite Strecken auf der Straße zu befördern. Hierbei schone der Reifen durch seine 60 Zentimeter breite Aufstandsfläche und die abgerundeten Schultern den Boden und ermögliche durch das extra entwickelte Blockprofil und die besondere Gummimischung eine Fahrt mit hohen Geschwindigkeiten auf der Straße, schreibt der Exklusivvermarkter dieses Komplettrades.

Der FloTruck 382 wurde über einen längeren Zeitraum erst in Australien und dann auch in Brasilien eingesetzt, wo er seine Eigenschaften unter Beweis stellen konnte. Er erfüllt ebenso alle Anforderungen für die Verwendung im Straßenverkehr (insbesondere auch die Anforderungen an die Geräuschreduzierung) wie die zu diesem Reifen passende Felge allen Anforderungen der Straßenverkehrszulassungsordnung genügt.

Agrimax Fortis 710/75 R42 mit 70 km/h Zulassung

Bohnenkamp hat ab dem ersten Quartal 2012 den 2,15 Meter hohen Agrimax Fortis in der Größe 710/75 R42 im Sortiment, der bei BKT in Indien hergestellt wird. Dieser neue Reifentyp ist speziell für den Einsatz auf Traktoren mit einer Leistung von mehr als 220 PS ausgelegt. Heiko Holthaus, Verkaufsleiter für den Landmaschinenhandel bei Bohnenkamp: „In dieser Dimension konnten unsere Kunden bislang nur zwischen den Marken Michelin, Continental und Trelleborg wählen. Mit dem neuen BKT steht dem Markt nun eine Alternative mit einem unschlagbar guten Preis-Leistungs-Verhältnis zur Verfügung.“

Der neue Reifen hat eine E-Kennung und ist daher für Geschwindigkeiten bis zu 70 km/h zugelassen – ein Argument, das besonders in Zeiten von zunehmenden Straßenfahrten immer mehr an Bedeutung gewinnt. Darüber hinaus biete die Innovation alle Merkmale des bewährten Agrimax Fortis, schreibt BKT-Exklusivvermarkter Bohnenkamp in einer Presseinformation. Hierzu zählten insbesondere die extra robuste Karkasse, die eine lange Lebensdauer ermögliche, die massiven Stollen für Zugkraft, der Fahrkomfort sowie die große Aufstandsfläche, die für eine Verringerung des Bodendrucks sorge. dv

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