Geben Reifen an Bussen kein Anlass zur Sorge?

Gemeinsam mit der Omnibusrevue hat der Verband der TÜV e.V. (VdTÜV) seinen aktuellen Busreport veröffentlicht, für den rund 50.000 Hauptuntersuchungen von Reise- und Linienbussen ausgewertet wurden. Wenig erbaulich dabei ist, dass die Prüfer in nur 55,5 Prozent der Fälle eine Mängelfreiheit der Fahrzeuge feststellen konnten. Bei 30,5 Prozent wurden geringe Mängel diagnostiziert, bei 13,8 Prozent erhebliche Mängel und 0,2 Prozent wurden sogar als verkehrsunsicher eingestuft. Am häufigsten beanstandet wurde die Beleuchtung der Fahrzeuge (19,4 Prozent), gefolgt von Motor/Antrieb (5,2 Prozent) sowie Vorder- und Hinterachse (fünf Prozent). Bezüglich letzterem Punkt werden lediglich Auffälligkeiten in Sachen Achskörper, Aufhängung, Traggelenk, Federung, Stabilisator, Schwingungsdämpfer oder Radlagerung aufgezählt, das Thema Bereifung wird mit keiner Silbe erwähnt. Oder anders formuliert: Entweder wurde der Zustand der Busreifen bei den Hauptuntersuchungen gar nicht mit überprüft, was nur schwer vorstellbar ist, oder er hat keinen Anlass zur Sorge gegeben. Zumal sich etwaige Reifenauffälligkeiten auch in der Rangliste der häufigsten Einzelmängel, die immerhin bis hinunter zu dem bei 0,1 Prozent der untersuchten Fahrzeuge kritisierten Geschwindigkeitsbegrenzer reicht, an keiner Stelle wiederfinden. Insofern scheint also bei Bussen – zumindest wenn sie zur Hauptuntersuchung vorgeführt werden – alles tipptop zu sein. cm

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