Einlagerung auslagern – Studie will Potenziale rund um Räderwechsel aufzeigen

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Durch Optimierungen von Prozessen beim Räderwechsel und Outsourcing der Rädereinlagerungen können Autohäuser in erheblichem Umfang Zeitaufwand und Kosten einsparen. So gewonnene Ressourcen können in Verbindung mit geeigneten Marketingaktivitäten für Kundengewinnungs- und Kundenbindungsmaßnahmen genutzt werden und bieten beste Chancen auf gewinnbringende Zusatzgeschäfte. Zu diesem Schluss kommt die Studie „Nutzen und Chancen rund um Räder und Reifen“, die das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) auf Initiative der Düsseldorfer 4Wheels Service und Logistik GmbH erstellt hat, die selbst entsprechende Dienstleistungsoptionen anbietet bzw. mit eigenen Worten zufolge über 50 sogenannten „RäderHotels“ die Position als Marktführer im Bereich Radeinlagerung für sich reklamiert.

„Unsere Untersuchung hat eindeutig ergeben, dass vorhandene Umsatzpotenziale auf Basis des halbjährigen Räderwechsels und der Rädereinlagerungen in Deutschland bislang unzureichend ausgeschöpft werden“, erklärt IFA-Direktor Prof. Dr. Willi Diez. „Aber gerade vor dem Hintergrund auf niedrigem Niveau liegender Ertragspotenziale mit Neu- und Gebrauchtwagen im Handelsgeschäft müssen Autohäuser ihren Fokus verstärkt auf das Service- und Aftersales-Geschäft richten“, fügt er hinzu. Der saisonale Räderwechsel mit einer ausgegliederten Reifeneinlagerung bietet dazu laut IFA beste Möglichkeiten. Denn die alljährlichen beiden „Pflichttermine“ in Sachen Bereifung könnten zur Bindung zufriedener Kunden beitragen und gleichzeitig Chancen auf zusätzliche Service- und Wartungsaufträge eröffnen, die bei diesen Gelegenheiten erkannt werden. Zumal der Autofahrer Servicedienstleistungen begrüße, wenn sein Fahrzeug eh zum Reifentausch im Autohaus ist und etwaige Mängel dort dann auch gleich behoben werden können.

Die IFA-Studie im 4Wheels-Auftrag hat darüber hinaus aber noch weitere Optimierungsmöglichkeiten rund um das Rädergeschäft identifiziert. Je nach Durchführung durch die Autohäuser ist in diesem Zusammenhang mit Blick auf die Betriebe beispielsweise von Reserven in der Größenordnung von rund 25 Prozent in Bezug auf die gesamte Arbeitszeit beim Räderwechseln die Rede. Komme die Rädereinlagerung noch mit dazu, dann sei eine noch deutlich höhere Zeitersparnis möglich, heißt es weiter. „Erzielt werden können bis zu 50 Prozent, was gerade bei den saisonalen Belastungsspitzen immense Vorteile bringt“, meint Prof. Dr. Stefan Reindl, stellvertretender Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft. Um diese Potenziale zu heben, empfiehlt die IFA-Untersuchung Autohäusern nicht nur eine mit Blick speziell auf die Belange des Saisongeschäfts Räderwechsel angepasste Organisationsstruktur, sondern zudem eine Auslagerung von Teilprozessen an einen Dienstleister sowie gezielte Marketing- und Serviceaktivitäten gesellen. cm

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