Continental will Nfz-Radialreifen in Indien bauen – Investitionen

Die Continental will ihr Reifengeschäft in Indien weiter deutlich ausbauen. Nachdem der deutsche Hersteller im Juli die Übernahme des indischen Produzenten Modi Tyres abgeschlossen hat, sollen dort nun die Produktionskapazitäten unter dem Dach der neugegründeten Continental India Ltd. ausgebaut und weiter modernisiert werden. Wie es dazu anlässlich einer Pressekonferenz in Neu-Delhi hieß, solle zunächst die Produktion von diagonalen Lkw-Reifen in dem Modi-Tyres-Werk in Modipuram (bei Meerut nordöstlich von Neu-Delhi) auf zunächst über 500.000 Stück jährlich gesteigert werden, um dort dann ab 2013 sogar über eine Million solcher Reifen für den lokalen Markt fertigen zu können. „Darüber hinaus kündigte Continental an, über 50 Millionen Euro in die Produktion von Radialreifen für Pkws und Nutzfahrzeuge zu investieren. Der Produktionsstart ist für das zweite Halbjahr 2013 vorgesehen“, heißt es dazu in einer Mitteilung.

Nikolai Setzer, Vorstandsmitglied der Continental AG und Leiter der Reifen-Division, sagte dazu: „In Indien nimmt die Nachfrage nach Fahrzeugen mit hochwertigen Autoreifen und Premiumtechnologie rasant zu. Wir sind überzeugt, dass die Radialisierung zur treibenden Kraft auf dem indischen Lkw-Reifenmarkt avanciert. Mit zusätzlichen Investitionen von mehr als 50 Millionen Euro in die Produktion von Radialreifen schaffen wir eine solide Grundlage, um auf die steigende Nachfrage vorbereitet zu sein.“ Durch die für die nahe Zukunft geplante lokale Produktion von Diagonal- wie Radialreifen verschaffe sich Continental einen Wettbewerbsvorteil, ist Setzer überzeugt. Marktbeobachter schätzen den Radialisierungsgrad des indischen Nutzfahrzeugreifenmarktes aktuell mit nicht mehr als zehn Prozent ein. Die deutliche Entwicklung auf dem chinesischen Nutzfahrzeugreifenmarkt (aktuell 75 Prozent Radialreifen) zeigt indes, dass es auch für ein Schwellenland wie Indien nur eine Frage der Zeit ist, bis sich dort die Radialreifentechnologie auch im Nutzfahrzeugsegment durchsetzt.

Durch die geplanten Investitionen und Produktionserweiterungen soll sich die Belegschaft von Continental India in den kommenden Jahren von aktuell 1.600 auf dann 2.200 bis 2.400 vergrößern.

Andreas Penkert, designierter Geschäftsführer von Continental India Ltd., unterstrich die Bedeutung des Ausbaus des Indiengeschäfts: „Das ist ein wichtiger Meilenstein für Continental in Indien. Wir haben unseren Umsatz in Asien auf Konzernebene in den letzten Jahren um fast 50 Prozent auf über vier Milliarden Euro gesteigert. Continentals Reifensparte ist in Europa Marktführer bei Pkw-Reifen. Was den OEM-Sektor betrifft, rollen über 30 Prozent aller europäischen Neuwagen mit Continental-Reifen vom Band. Im Premium-Segment des Nutzfahrzeugreifen-Marktes zählt unser Unternehmen zu den weltweit größten Herstellern von Lkw-, Bus- und Industriereifen. In Anbetracht dessen gehen wir nun auch in Indien in die Offensive und werden uns mit großem Engagement für den Erfolg einsetzen – für unsere Kunden, für Continental und unsere Beschäftigten und für die Region.“

Im Juli dieses Jahres hatte Continental die Übernahme von Modi Tyres Company Limited offiziell abgeschlossen. Das Unternehmen umfasst das bestehende Reifenwerk in Modipuram sowie die Schlauchproduktion in Partapur (östlich von Neu-Delhi) sowie die damit verbundenen betrieblichen Vermögenswerte und Kundenbeziehungen. Alok Modi, Mitglied der Gründerfamilie von Modi Tyres, erhält einen Sitz im Aufsichtsrat von Continental India Ltd. ab

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