Space-Shuttle-Programm ist Geschichte, auf Michelin-Reifen ins Museum

Mit der heutigen Landung des Space Shuttle Atlantis auf dem Runway 15 des Kennedy Space Center in Florida endet nicht nur die 30-jährige Geschichte dieses Raumfahrtprogrammes, sondern auch eine Ära für den Reifenexklusivlieferanten. Der hieß ursprünglich BFGoodrich Tire und hatte 1986 ein drei Jahre zuvor von der Wheaton Glass Co. in Norwood (North Carolina) errichtetes Werk gekauft. Die dort später produzierten Space-Shuttle-Reifen trugen dann allerdings den Namen „Michelin Air“, hatten die Franzosen den US-Reifenhersteller BFGoodrich Tire doch 1989 übernommen und waren damit zwischenzeitlich zum größten Reifenhersteller weltweit avanciert.

135 die Reifen so beanspruchende Landungen haben die ursprünglich fünf Space Shuttle, von denen zwei verunglückt sind (Challenger und Columbia), absolviert, am Bug mit zwei Reifen der Größe 8,8×32, am Hauptfahrwerk mit vier Reifen in 16.00-21×44,5. Aufgrund der hohen Belastungen durch Gewicht und Geschwindigkeit der Raumfähre konnten die Reifen des Hauptfahrwerkes nur einmal, die am Bug für zwei Landungen genutzt werden. Atlantis wird künftig wie „Discoverer“ und „Endeavour“ samt der Michelin-Reifen nur noch Museumsstück sein. dv

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