Vorläufige Delticom-Quartalszahlen veröffentlicht

Die Delticom AG hat vorläufige Zahlen für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres veröffentlicht. Demnach konnte das Unternehmen eigenen Worten zufolge „in den zurückliegenden Monaten trotz starker Vorjahresbasis Umsatz- und Ergebnis verbessern“. Vor dem Hintergrund, dass das Sommerreifengeschäft im europäischen Reifenhandel vielerorts bislang hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei und auch bei Delticom ein guter Mai nur mühsam einen als vergleichsweise schwach beschriebenen April habe aufwiegen können, wird angesichts eines seit Juni „wieder deutlich beschleunigten“ Reifenabsatzes gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzplus von 9,8 Prozent für die Monate April bis Juni berichtet.

In absoluten Zahlen ist von Umsätzen in Höhe von 112,9 Millionen Euro im zweiten Quartal 2011 die Rede, während es im Vergleichszeitraum des Vorjahres 102,9 Millionen Euro waren. Mit Blick auf die ersten sechs Monate 2011 ergibt sich Gesamtumsatz von 198,3 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2010: 177,3 Millionen Euro) entsprechend einem 11,8-prozentigen Zuwachs. Zu diesem Gesamtplus hat im Wesentlichen der Geschäftsbereich E-Commerce mit 190,1 Millionen Euro nach 169,7 Millionen Euro im ersten Halbjahr beigetragen (plus zwölf Prozent), während der Geschäftsbereich Großhandel mit 7,3 Prozent unterdurchschnittlich von 7,6 auf jetzt 8,2 Millionen Euro wuchs. Die sonstigen betrieblichen Erträge sollen im gleichen Zeitraum um 7,7 Prozent auf 3,1 Millionen Euro zurückgegangen sein.

Der Materialaufwand wird für das erste Halbjahr 2011 mit 144,5 Millionen beziffert, wobei 81,5 Millionen Euro von dieser Summe auf das zweite Quartal entfallen. „Im Ergebnis verbesserte sich der Rohertrag im ersten Halbjahr gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 10,8 Prozent von 51,4 Millionen Euro auf 56,9 Millionen Euro. Trotz europaweit teilweise schwieriger Absatzbedingungen konnte der Anstieg der Einkaufspreise größtenteils an die Kunden weitergegeben werden. So betrug die Rohertragsmarge (als Verhältnis von Rohertrag zu Gesamtleistung) für das zweite Quartal wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum 29,0 Prozent. Für das gesamte erste Halbjahr ging die Rohertragsmarge nur leicht von 28,4 Prozent auf 28,3 Prozent zurück“, teilt die Delticom AG weiter mit.

Im Berichtszeitraum beschäftige das Unternehmen demnach im Durchschnitt 108 Mitarbeiter und wendete dafür 3,5 Millionen Euro auf. Als sonstige betriebliche Aufwendungen werden noch weitere 30,9 Millionen Euro in der vorläufigen Bilanz erwähnt, wobei die mit dem Transport vom jeweiligen Lager hin zum Kunden verbundenen Kosten mit 15,8 Millionen Euro die größte Einzelposition darstellen sollen. „Da im zweiten Quartal das Transportvolumen kaum höher ausfiel als im Vergleichszeitraum, verharrten die Transportkosten mit 9,4 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Auf das Halbjahr gerechnet hat sich der Anteil der Transportkosten am Umsatz von 8,9 Prozent auf 8,2 Prozent verringert, unter anderem durch den relativen Anstieg der Umsätze infolge höherer Verkaufspreise“, so der Internetreifenhändler, der mit zwei Millionen Euro im zweiten Quartal 2011 annährend gleich viel in Marketing investierte wie in den drei entsprechenden Vorjahresmonaten.

Ausgebaut hat das Unternehmen demgegenüber seine Lagerkapazität über die Inbetriebnahme eines neuen Großlagers im zweiten Quartal. Im Vergleich zum Jahresende 2010 soll sich im Zuge des Aufbaus der Lagerbestände deren Wert auf 103,2 Millionen Euro in etwa verdoppelt haben. „Mit unserem neuen Großlager ist es uns besser als erwartet gelungen, Delticom für die zweite Jahreshälfte zu bevorraten. Anders als im letzten Jahr können wir damit unseren Kunden durch den gesamten Winter hindurch Reifen zu attraktiven Preisen anbieten“, meint Delticom-CFO Frank Schuhardt. Trotz der starken Vergleichsbasis geht das Management davon aus, dass das Unternehmen bei normalem Winterwetter im vierten Quartal sowohl Menge als auch Umsatz steigern kann.

„Wir sind weiterhin im Plan. Für 2011 rechnen wir unverändert mit einem Umsatzplus um die zehn Prozent, bei einer gegenüber 2010 um etwa einen Prozentpunkt niedrigere EBIT-Marge“, ergänzt Schuhardt. Im zweiten Quartal erreichte die Delticom AG jedenfalls ein Konzernergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT), das mit 13,0 Millionen Euro 19,6 Prozent über den 10,9 Millionen des Vorjahresvergleichszeitraumes liegt. Die entspricht einer quartalsmäßigen Umsatzrendite (EBIT-Marge) in Höhe von 11,5 Prozent. Für das gesamte erste Halbjahr wird ein EBIT von 19,1 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2010: 16,7 Millionen Euro) genannt. Daraus errechnet sich ein Plus von 14,4 Prozent bei einer EBIT-Marge von 9,7 Prozent. cm

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