Zeitschrift Motorrad testet neue Sport- und Tourenreifen

Mit der Ausgabe 11/2011 hat die Zeitschrift Motorrad eine dreiteilige Artikelserie mit Motorradreifentests gestartet. Den Anfang macht dabei ein Produktvergleich neuer Sport- und Tourenreifen mit den jeweils am besten platzierten Modellen des großen Vorjahrestests des Blattes. In späteren Motorrad-Ausgaben sollen dann noch ein 5.500-Kilometer-Test von Enduroreifen für die BMW R 1200 GS sowie ein Test von „Discounterreifen“ folgen. Bei den Sportreifen mussten Bridgestones „Battlax BT-016 Pro“, Michelins „Power Pure“ in der neuen „D“-Spezifikation sowie Pirellis „Diablo Rosso II“ gegen Vorjahressieger Dunlop „Sportsmart“ antreten. Und bei den Tourenreifen hatten sich die beiden noch recht jungen Modelle Metzeler „Roadtec Z8 Interact“ und Michelin „Pilot Road 3“ gegen den „Road Attack 2“ aus dem Hause Continental und den „Roadsmart“ von Dunlop beweisen, die sich beim 2010er Motorrad-Test vor allem beim Landstraßeneinsatz hervorzutun wussten. Beide Reifenkategorien wurden diesmal übrigens montiert in den Größen 120/70 ZR17 (vorne) bzw. 180/55 ZR17 (hinten) an einer Honda CBR 600 RR gefahren.

Den Sieg bei den Sportreifen teilen sich – wie schon beim jüngsten Test des Motorrad-Schwestermagazins PS – das Bridgestone- und das Pirelli-Modell mit jeweils 262 von 300 möglichen Wertungspunkten. Dabei hat der „Battlax BT-016 Pro“ im Nasstest mit 91 von maximal 100 Punkten in dieser Disziplin die Nase vorn. „Bridgestone hat das Gummi des ‚BT-016 Pro’ weichgeknetet und siegt damit auf nasser Piste. Nicht nur der Kurven-Speed passt. Auch beim Bremsen ist der Reifen top“, so das Fazit der Tester nach den Nasstests. Sie bescheinigen dem Bridgestone-Reifen darüber hinaus, dass er dank seiner neuen Mischung vor allem im Alltagseinsatz gewinne, während das Pirelli-Modell als „Macht auf dem Rennkurs“ tituliert wird. Denn mit 92 Punkten hat der „Diablo Rosso II“ den Wertungsabschnitt Rennstrecke für sich entscheiden können, wo es ebenfalls höchstens 100 Punkte zu ergattern gab. „Mit klasse Stabilität überzeugt der ‚Rosso II’ auf der Rennstrecke und ist ein Tipp für sportliches Landstraßensurfen – solange die Straßen trocken sind“, schreibt Motorrad. Im Landstraßeneinsatz, für den die Tester auch maximal 100 Punkte zu vergeben hatten, bewegen sich beide mit 87 (Bridgestone) bzw. 90 Punkten (Pirelli) auf mehr oder weniger demselben Niveau, was letztlich das Patt an der Spitze des Wettbewerbsfeldes erklärt. „Auf der Landstraße gefällt das leichtfüßige Handling des überarbeiteten Michelin ‚Power Pure’“, sagen die Tester über den Reifen des französischen Herstellers, der mit einer Gesamtpunktzahl von 258 gemeinsam mit dem Dunlop „Sportsmart“ hinter dem Siegerduo ins Ziel kommt.

Die Tourenreifen wurden demgegenüber nur in zwei Disziplinen getestet: auf der Landstraße und im Nassen. Durchsetzen konnte sich der „Roadsmart“ der Marke Dunlop, weil er nach Meinung der Tester die beste Alltagskombination aus „sehr gutem Nassfahrverhalten, überragender Haftung und Stabilität auf trockener Straße“ zu bieten hat. Lohn des Ganzen sind 216 von 250 möglichen Gesamtpunkten, von denen der „Roadsmart“ 132 der höchstens 150 Punkte in der Landstraßenwertung sowie 84 von maximal 100 Punkten beim Nasstest sammeln konnte. Bei Nässe war der neue „Pilot Road 3“ mit 92 Punkten zwar besser, dafür aber auf der Landstraße schlechter als der Testsieger von Dunlop, sodass er in Summe auf 213 Gesamtpunkte und damit auf Rang zwei des aktuellen Tourenreifenvergleiches fährt. „Brillante Haftung und breiter Grenzbereich im Nassen: Für den ‚Road 3’ kann es nicht genug Regen geben. Auf trockener Piste ist er auf der CBR zu nervös“, lautet das Fazit zu dem Reifen, der Nachfolger, aber nicht Ablösung der Michelin-Modelle „Pilot Road“ bzw. „Pilot Road 2“ ist. Den dritten Rang des Vergleiches teilen sich Contis „Road Attack 2“ und Metzelers vor rund einem Jahr neu vorgestellter „Roadtec Z8 Interact“ mit jeweils 211 Gesamtpunkten. Letzterer habe bei Nässe gegenüber dem „Z6“ kräftig aufgeholt und glänze mit – wie es heißt – „hoher Stabilität in Schräglage und bei hohem Tempo im Geradeauslauf“. Zu einem auf nassen Fahrbahnen vorsichtigeren Zug am Gasgriff wird im Zusammenhang mit dem Conti-Reifen geraten, dafür mache der „Road Attack 2“ dank seiner Agilität bei gutem Wetter auf der Landstraße aber mächtig Spaß, schreibt Motorrad. cm

 

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