Bridgestone-Sicherheitschecks 2010

71 Prozent aller Autofahrer fahren mit zu geringem Reifendruck. Dies ist das Ergebnis der Bridgestone-Sicherheitskontrollen, die 2010 an 38.200 Fahrzeugen in neun Ländern der EU vorgenommen wurden. Jedes Jahr werden zwei Milliarden Liter Kraftstoff im Wert von 2,8 Milliarden Euro verschwendet. Für die Umwelt heißt das, das 4,8 Millionen Tonnen zusätzlicher und unnötiger CO2-Emissionen erzeugt werden – dies entspricht 1,8 g/km pro Jahr und Auto auf Europas Straßen.

Die Reifenchecks wurden von Bridgestone in Einkaufszentren und auf öffentlichen Parkplätzen durchgeführt. Sie gehören zur Sicherheitsinitiative „Erst Denken – Dann Lenken“ (Think Before You Drive), einer weltweiten gemeinsamen Initiative der FIA Foundation (Fédération Internationale de l’Automobile), der Bridgestone Corporation sowie nationaler Automobilclubs, die 2005 ins Leben gerufen wurde.

Die Analyse der Testergebnisse ergab, dass 7,5 Prozent aller Fahrer mit zu niedrigem Reifendruck unterwegs sind (d. h. mindestens 0,5 bar unterhalb des vom Hersteller empfohlenen Drucks). 0,5 Prozent der Fahrer gefährden ihre Sicherheit sogar extrem durch erheblichen Unterdruck (mehr als 0,75 bar unter dem empfohlenen Druck).

Nahezu zwölf Prozent aller Reifen auf der Straße sind außerdem so verschlissen, dass sie unterhalb des von der EU festgelegten Grenzwerts von 1,6 Millimeter Profiltiefe liegen. Etwa zwei Prozent aller inspizierten Reifen waren nicht nur stark abgenutzt, sondern auch mit erheblichem Unterdruck unterwegs. Eine weitere Auswirkung des ungenügenden Reifenluftdrucks auf die Umwelt: 12,2 Millionen Reifen gehen durch vorzeitigen Verschleiß verloren!

Niedriger Reifendruck erhöht den Rollwiderstand

Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass viele Autofahrer nicht wissen, dass ein Reifen – genau wie ein Luftballon – mit der Zeit von alleine an Druck verliert und dass das Fahren mit ungenügendem Reifenluftdruck nicht nur gefährlich sein kann, sondern auch zur Kraftstoffverschwendung führt und somit wesentlich zum Ausstoß von CO2-Emissionen beiträgt. Grund hierfür ist, dass der Luftdruck einen großen Einfluss auf den Rollwiderstand der Reifen ausübt, der wiederum ein wichtiger Faktor für den Kraftstoffverbrauch des Fahrzeugs ist.

Je nach Art der Straße und Fahrstil macht der Rollwiderstand 18 bis 26 Prozent der Gesamtkraft aus, die auf ein Fahrzeug wirkt. Da durch ungenügenden Reifenluftdruck der Rollwiderstand steigt, wirkt sich dies direkt auf den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen eines Fahrzeugs aus.

Persönliche Sicherheit in Gefahr

Darüber hinaus ist Fahren mit zu niedrigem Reifenluftdruck und unzureichender Profiltiefe gefährlich. Bei nachlassendem Luftdruck verschlechtert sich die Fahrbahnhaftung, und der Fahrer kann die Kontrolle über das Auto verlieren. Niedriger Reifendruck wirkt sich zudem äußerst negativ auf die Haltbarkeit der Reifen aus, da die Scherbeanspruchung in der Reifenschulter und die Wärmebildung durch das Walken der Seitenwände übermäßig hoch sind. Fahrern, die mit bedenklich niedrigem Reifenluftdruck fahren, droht aufgrund dieser Faktoren ein möglicher Ausfall der Reifen.

Reifen mit weniger als der gesetzlich zulässigen Profiltiefe stellen ein unmittelbares Sicherheitsrisiko dar. Bei einem Pkw, der auf Reifen mit einer Profiltiefe von weniger als 1,6 Millimeter fährt, kann die Geschwindigkeit, bei der Aquaplaning beginnt, um bis zu 40 Prozent geringer sein.

Bridgestone fördert umweltfreundlicheres Autofahren

Bridgestone hat die „Ecopia“-Serie umweltfreundlicher Reifen für alle Fahrzeugsegmente in den Jahren 2010 und 2011 entscheidend erweitert. Durch die Reduzierung der Kohlendioxidemissionen und eine höhere Fahrzeugenergieeffizienz leistet das Unternehmen einen erheblichen Beitrag, um einen weiteren Anstieg der globalen Erwärmung zu verhindern. Dieses Ziel wird durch eine Verringerung des Rollwiderstands und die Einsparung von Ressourcen realisiert, ohne dadurch die von Reifen geforderten unterschiedlichen Leistungswerte – insbesondere im Bereich der Sicherheit – zu beeinträchtigen. dv

0 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

An Diskussionen teilnehmen
Hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.