Bandvulc expandiert auf europäischem Festland

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In den vergangenen beiden Jahren konnte Bandvulc Tyres bereits eine beständige Nachfrage vom europäischen Festland und insbesondere von deutschen Kunden nach runderneuerten Lkw-Reifen verzeichnen; doch zuletzt stiegen die Exportabsätze beträchtlich an. Nicht nur, dass die Absätze über bestehende Partner in einigen Ländern um mehr als 50 Prozent gesteigert werden konnten, darüber hinaus konnten neue Kunden akquiriert und neue Märkte aufgebaut werden. Beispielhaft dabei sind etwa Vertriebsvereinbarungen mit Kunden in Griechenland oder in Polen.

2009 lag der Anteil der Reifen, die der britische Runderneuerer mit Sitz in Ivybridge (Grafschaft Devon) auf dem europäischen Festland vermarktete, bei gerade einmal 2,4 Prozent. Zum Ende des vergangenen Jahres hin verkaufte Bandvulc bereits 7,9 Prozent seiner Produktion außer Landes. Betrachtet man sich nun den Jahresumsatz in Höhe von 30 Millionen Pfund (2009; 33,3 Millionen Euro), so zeigt sich auch ein nicht unerheblicher Umsatzanstieg in Europa. Wie Bandvulc nun mitteilt, wolle man diesen Trend aufgreifen und Produkte vorstellen, die dabei helfen sollen, auch in 2011 „ein ähnliches Wachstum und eine ähnliche Entwicklung” zu vollziehen.

Bandvulc für kommunale Fahrzeuge in Deutschland empfohlen

Deutschland war schon immer der größte Exportmarkt, den Bandvulc Tyres bediente. Im vergangenen Jahr, als Deutschland und der deutsche Reifenmarkt sich von den Folgen der Rezession erholten, legten die Umsätze in einer Reihe von Größen – insbesondere bei Trailerreifen –deutlich zu und verdoppelten sich sogar. Die Bandvulc-Gruppe konnte gleichzeitig in Deutschland einige Kunden für ihr Reifenmanagementprogramm „Bandvulc Tyre Contracts“ gewinnen. Von dieser Basis ausgehend wolle Bandvulc auch den deutschen Reifenmarkt weiter entwickeln. Phil West, Commercial Director bei Bandvulc, dazu: „Unser Reifenmanagement unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von anderen am Markt. Insbesondere die Datenanalyse und Berichterstattung sind hier zu nennen. Wir haben einen angepassten Datenverarbeitungsprozess, der auch länderspezifische Details abdeckt.“

Auf dem gut etablierten deutschen Reifenmarkt – insbesondere durch den exklusiven Handelspartner Vergölst – werden Bandvulcs Profile „BIG“ und „Wastemaster“ vor allen Dingen für kommunale Flotten nachgefragt, etwa in der Müllentsorgung. So nutzen etwa Entsorgungsbetriebe in Berlin, Hamburg und München Bandvulc-Runderneuerte auf ihren Müllwagen. In der Summe zählen die kommunalen Betriebe in diesen drei Städten über 3.000 Fahrzeuge. Alle drei Städte haben die Wastemaster-Runderneuerten umfangreich auf Laufleistung und Haltbarkeit testen lassen, etwa beim ADAC Fahrsicherheitszentrum in Lüneburg oder beim TÜV Süd. Wie Bandvulc Tyres berichtet, seien die Tests allesamt in Sachen Umwelt, Sicherheit, Traktion, Bremswege etc. positiv ausgefallen. Der Erfolg der Wastemaster-Runderneuerten liege, so ist man in Großbritannien überzeugt, vor allem daran, dass die Produkte in enger Abstimmung mit den Kunden entwickelt und weiterentwickelt werden – diese Herangehensweise befolge man bei Bandvulc bereits seit Langem.

Die Tatsache, dass sich auch die Bundesregierung ansieht, wie in den kommunalen Flotten mit dem Thema Runderneuerung umgegangen wird, lasse darauf hoffen, ist man überzeugt, dass Bandvulc durch seine Kundenbeziehungen in Berlin, Hamburg und München weiteres Wachstumspotenzial auf dem deutschen Reifenmarkt besitzt.

Zusätzlich zur erfolgreichen Einführung des Wastemaster-Runderneuerten in Berlin, organisiere Bandvulc nun auch die Karkassenlogistik und kontrolliere alle abgefahrenen Reifen der rund 1.700 Fahrzeuge des Kunden dort auf ihre Runderneuerbarkeit. Die Vorzüge dieser tiefgehenden Kontrollen hätten sich in Berlin bereits durch Kosteneinsparungen bemerkbar gemacht, so Bandvulc weiter.

Bei der letzten Zählung, die Bandvulc jüngst vorgenommen hat, lagen die Absätze in Deutschland bereits 159 Prozent höher als im selben Vorjahreszeitraum (Januar und Februar). „Weitere substanzielle Bestellungen“ von deutschen Kunden sollen dem neuen Geschäftsjahr einen zusätzlichen Kick-Start geben, ist man bei Bandvulc überzeugt. Als Beispiel sei da die erste Lieferung an die Stadt Hamburg des „BD09“ zu nennen, eines runderneuerten Lkw-Reifens für die Antriebsachse von Fahrzeugen, die vorwiegend im Fernverkehr eingesetzt werden.

Weiter in Richtung Osten

2010 gelang Bandvulc gemeinsam mit einem seiner britischen Premiumkunden auch der Sprung auf den polnischen Reifenmarkt. Dort werden die Trailer einer namhaften Supermarktkette nun mit Bandvulc-Runderneuerten ausgerüstet; von einer Ausdehnung weiter in Richtung Osten mit demselben Kunden sei auszugehen.

Auch nach Griechenland konnte Bandvulc in 2009 erstmals runderneuerte Lkw-Reifen liefern. Wie es dazu heißt, seien die Absätze dort trotz schwieriger Staatsfinanzen und eines harten wirtschaftlichen Umfelds im vergangenen Jahr nicht rückläufig gewesen, berichtet der britische Runderneuerer. Bandvulcs griechischer Partner Agripan habe einen „guten Job“ bei der Einführung der Runderneuerten im Land geleistet. Darüber hinaus lieferte Bandvulc kürzlich erstmals Reifen auch nach Georgien. Und für 2011 verfolge man „expansive Pläne“.

In diesem Zusammenhang sei es wichtig, Irland als Teil der Bandvulc-Euro-Zone zu sehen. Wie es dazu vonseiten des britischen Runderneuerers heißt, setze man beim „europäischen Wachstum“ eben auch große Stücke auf den benachbarten irischen Markt. Der irische Kunde Kerr’s Tyres etwa konnte seine Absätze mit Bandvulc-Runderneuerten in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdreifachen.

Die Zusammenarbeit mit unabhängigen Vertriebspartnern auf den europäischen Märkten stellt für Bandvulc eine zentrale Voraussetzung für den Geschäftserfolg dar. Diese Unternehmen bieten den großen Vorteil, dass sie sprachlich und kulturell eine große Nähe zu den Endverbrauchern in den Flotten in deren eigenen Heimatmärkten haben.

Das jüngste Wachstum in Europa konnte dabei insbesondere von der Schwäche des Britischen Pfunds profitieren; ein Pfund ist aktuell für gut 1,10 Euro zu haben (Ende Februar). Gleichzeitig führen die zunehmenden Kosten aber dazu, dass das Transportgeschäft allerorten etwas unvorhersehbarer und unbeständiger wird als noch 2010. chris.anthony@tyrepress.com /ab

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