Uniwheels-Geschäftsführung beschließt weitere Wachstumsstrategie

Die Uniwheels-Gruppe, nach Daten dieser Zeitschrift drittgrößter europäischer Hersteller von Leichtmetallrädern mit Zentrale in Hünenberg (Schweiz), erreichte mit 293,4 Millionen Euro Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2010 den höchsten Jahresumsatz der Firmengeschichte (plus 32 Prozent zum Vorjahr). Das Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (kurz: EBITDA) betrug 28,2 Millionen Euro (plus 31 Prozent) bei einer für die Automobilbranche hohen und gegenüber Vorjahr fast unveränderten Rendite von 9,6 Prozent, wobei das Uniwheels-Geschäftsmodell auf zwei Säulen fußt: der Volumenfokussierung im Erstausrüstermarkt der Automobilindustrie und der Margenfokussierung im Zubehörmarkt mit den Marken ATS, Rial, Alutec und Anzio. Uniwheels hat das Absatzvolumen im Jahre 2010 um 24 Prozent auf 6,3 Millionen Einheiten erhöht und die Mitarbeiterzahl im letzten Jahr von 1.629 auf 1.856 in der Gruppe hochgefahren.

Der aktuelle Auftragsbestand sichere eine nahezu vollständige Auslastung der vorhandenen Kapazitäten im Geschäftsjahr 2011 ab, teilt das Unternehmen mit. Zur Abdeckung der anhaltend hohen Nachfrage der Fahrzeughersteller und des Handels nach Leichtmetallrädern hat die Uniwheels-Geschäftsführung deshalb die Erweiterung der Produktionskapazitäten beschlossen. So soll die Kapazität der Fertigungsstandorte in Deutschland und Polen im Laufe des Jahres auf insgesamt etwa acht Millionen Leichtmetallräder gesteigert werden. Dies soll durch ein erweitertes Investitionsprogramm in Höhe von 33 Millionen Euro sowie durch die Einführung zusätzlicher Arbeitsschichten – 7 Tage pro Woche im 3- und 4-Schicht Betrieb – in den Produktionswerken in Deutschland und Polen ermöglicht werden. Bis Ende 2013 soll die Zielkapazität auf insgesamt 8,5 Millionen Räder pro Jahr gesteigert werden.

Ralf Schmid, Verwaltungsratspräsident der Uniwheels-Gruppe und Mehrheitsgesellschafter: „Nachdem wir im Frühjahr 2008 die ATS-Gruppe aus der Insolvenz heraus übernommen hatten, standen die letzten beiden Jahre sehr unter dem Eindruck der Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise. Diese hatte den Automobilsektor in 2009 besonders stark getroffen. Umso erfreulicher ist es für uns, dass nach der erfolgreichen Integration von ATS und der damit zusammenhängenden Restrukturierung des Konzerns bereits in 2010 ein überaus hohes Umsatzwachstum von 32 Prozent erreicht werden konnte. Auf dieser Basis können wir nun zuversichtlich nach vorne schauen und zusammen mit unseren Mitarbeitern die geplante Wachstumsstrategie für Europa und Asien umsetzen.“

Neben der geplanten Ausweitung der Produktionskapazitäten zählt auch der weitere Ausbau der Absatzkanäle zur Uniwheels Wachstumsstrategie. Im Zubehörmarkt operieren mit der Uniwheels Trading (Switzerland) AG und der Uniwheels Trading (Russia) bereits seit vier Jahren zwei Vertriebsniederlassungen in der Schweiz und in Russland. Es ist geplant, dass die italienischen Vertriebsaktivitäten zukünftig in einer eigenen Uniwheels-Konzerntochter organisiert werden. In Schweden wird zur Mitte dieses Jahres die Uniwheels Trading (Sweden) AB ihren Betrieb aufnehmen. Der weltweit größte Wachstumsmarkt China steht bei Uniwheels ebenfalls im Fokus: Zur zielgerichteten Erschließung des chinesischen Marktes wird im 1. Halbjahr 2011 die Uniwheels Trading Beijing gegründet. dv

0 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

An Diskussionen teilnehmen
Hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.