Weltweit starker Reifenmonat Januar laut Michelin

Michelin hat die globalen Reifenmarktzahlen für den Januar 2011 veröffentlicht. Verglichen mit dem entsprechenden Vorjahresmonat sind sämtliche Pkw- und Nfz-Reifenmärkte hinsichtlich Erstausrüstung und Ersatzgeschäft teilweise kräftig im Plus mit einer Ausnahme: die Lkw-Reifenerstausrüstung in China. Weltweit ist die Nachfrage bei Pkw-Reifen um etwa zehn bis 15 Prozent, nach Lkw-Reifen sogar um zwanzig bis 25 Prozent gestiegen. Das stärkt die wiederholt anzutreffende Befürchtung, dass im Jahre 2011 die Versorgung der Märkte vor allem mit Lkw-Reifen knapp werden könnte. Die positive Botschaft: Bei Reifenknappheit lassen sich die wegen der höheren Rohstoffpreise erforderlichen Preiserhöhungen leichter durchsetzen, was vor allem für Lkw-Reifen von Bedeutung ist, denn schließlich sind in einem solchen Reifen durchschnittlich mehr als zwanzig Kilogramm Naturkautschuk (der besonders teuer geworden ist) enthalten, in einem Pkw-Reifen lediglich 1,2 Kilogramm.

In Westeuropa stieg nach Michelin-Zahlen der Absatz von Pkw-Reifen in der Erstausrüstung um 9,2 und im Ersatzgeschäft um 14,2 Prozent. In Osteuropa waren die Absatzzahlen in diesen beiden Segmenten mit einem OE-Plus von 14,4 und einem Ersatzmarktzuwachs von 9,5 Prozent in etwa umgekehrt gewichtet. In Nordamerika wurden in der Erstausrüstung 17,4 Prozent mehr Pkw-Reifen und im Ersatzgeschäft 12,9 Prozent mehr abgesetzt. Südamerika verzeichnete ein Plus von 4,8 Prozent im OE-Geschäft und von 13,3 Prozent in den Nachrüstmärkten. In Südostasien und Ozeanien (ohne China) stieg der Bedarf der Automobilhersteller um 16,5 Prozent, der der Endverbraucher im Ersatzmarkt um 4,7 Prozent. Während der chinesische Pkw-OE-Markt um 5,1 Prozent eher moderat zulegte, sind die 24,2 Prozent im Ersatzmarkt Januarrekord in den weltweiten Märkten. Die Länder Japan und Korea legten in beiden Segmenten um 6,5 Prozent zu, die Region Afrika/Indien/Mittlerer Osten in der Erstausrüstung um sieben und im Ersatzgeschäft um 5,9 Prozent.

Geradezu explosionsartig entwickelten sich einige Lkw-Reifenmärkte im Januar verglichen mit dem ersten Monat 2010: In Westeuropa schoss der Bedarf der Fahrzeughersteller um 82,3 Prozent nach oben, der Ersatzmarkt entwickelte sich mit plus 16,3 Prozent ebenfalls erfreulich. Um sensationelle 406,3 Prozent katapultierte sich der osteuropäische OE-Markt für Lkw-Reifen nach oben, der Ersatzmarkt legte um 12,2 Prozent zu. Auch der nordamerikanische Markt hat mit einem Erstausrüstungswachstum von 59,7 Prozent die Depression der Wirtschaftskrise hinter sich gelassen, die Entsprechung im Aftermarket beträgt 12,1 Prozent. In Südamerika stieg der OE-Bedarf um 18,3 Prozent, der des Ersatzmarktes um 13,5 Prozent. Südostasien/Ozeanien (ohne China) wuchsen hingegen eher moderat um sieben (OE) bzw. 3,5 Prozent. Die chinesische Erstausrüstung mit Lkw-Reifen erlitt mit minus 5,2 Prozent einen Rückschlag, während die Nachfrage im Aftermarket um 12,2 Prozent anstieg. In Japan/Korea belief sich im Januar das OE-Plus auf 8,5 Prozent, das des Ersatzmarktes auf 10,5 Prozent. Die Region Afrika/Indien/Mittlerer Osten verzeichnete mit 44,3 Prozent starkes Wachstum in der Erstausrüstung und eher ein moderates Plus von 6,9 Prozent im Aftermarket. dv

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