ZF-Aufsichtsrat beschließt neue Unternehmensstruktur

Der Aufsichtsrat der ZF Friedrichshafen AG hat die Neuorganisation des Automobilzulieferers beschlossen. Der ZF-Konzern ordnet seine Geschäftsaktivitäten zum Jahresbeginn 2011 neu und will seine Struktur künftig noch stärker auf die Bedürfnisse des Marktes und der Kunden ausrichten. Die fünf bestehenden Unternehmensbereiche werden vier Divisionen zugeordnet. Der neue Konzernvorstand umfasst vier Vorstände der Zentralressorts. Zusätzlich gibt es künftig vier Divisionsvorstände, bislang Mitglieder der Unternehmensleitung.

„Die historisch gewachsene ZF-Struktur passt nicht mehr zu den Bedürfnissen unserer Kunden“, erklärt ZF-Vorstandschef Hans-Georg Härter die neue strategische Ausrichtung. „ZF-Produkte zu einem Kompetenzfeld wie Pkw-Antriebstechnik oder Nutzfahrzeugtechnik sind derzeit über mehrere Unternehmensbereiche und Geschäftsfelder verteilt“, so Härter. „Das führt dazu, dass unsere Kunden statt mit nur einem Ansprechpartner mit mehreren ZF-Mitarbeitern verhandeln – das regeln wir nun kundenfreundlicher und damit effizienter.“

Vom Jahresbeginn 2011 an gibt es im ZF-Konzern vier Divisionen, die sich an Produkt- und Marktgegebenheiten sowie der Grundstruktur der großen Kunden orientieren. Die bisherigen Unternehmensbereiche und Geschäftsfelder sind dann den vier neuen Divisionen Pkw-Antriebstechnik, Pkw-Fahrwerktechnik, Nutzfahrzeugtechnik und Industrietechnik zugeordnet. Das eigenständige Geschäftsfeld ZF Services bleibt ebenso unangetastet wie das Gemeinschaftsunternehmen ZF Lenksysteme, an dem die Robert Bosch GmbH und die ZF Friedrichshafen AG je hälftig beteiligt sind.

In Zusammenhang mit der neuen Ausrichtung in vier Divisionen steht die Verschmelzung der meisten deutschen ZF-Gesellschaften auf die ZF Friedrichshafen AG im kommenden Jahr. Davon betroffen sind unter anderem die ZF Getriebe GmbH, die ZF Lemförder GmbH, die ZF Passau GmbH und die ZF Sachs AG.

Durch die Neuorganisation ergibt sich zum Jahresbeginn 2011 auch eine neue Vorstandsstruktur: Die Leiter der vier Divisionen ergänzen als Vorstände die vier Vorstände der Zentralressorts. Daraus resultieren mehrere personelle Wechsel im Vorstand: Dr. Michael Paul, bisher Technikvorstand, übernimmt die Division Industrietechnik. Zu weiteren Divisionsvorständen werden Dr. Gerhard Wagner für Pkw-Antriebstechnik, Reinhard Buhl für Pkw-Fahrwerktechnik und Rolf Lutz für Nutzfahrzeugtechnik, allesamt bisher Unternehmensbereichsleiter und Mitglieder der Unternehmensleitung.

Hans-Georg Härter bleibt Vorstandsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG und damit zuständig auch für Markt, Unternehmensentwicklung, Konzernkommunikation und das Geschäftsfeld Services. Das Vorstandsressort für Finanzen, Controlling und Informatik bleibt bei Dr. Konstantin Sauer, das für Materialwirtschaft bei Dr. Stefan Sommer. Neuer Technikvorstand des ZF-Konzerns wird Dr. Peter Ottenbruch, bisher Mitglied der Unternehmensleitung und Leiter des Unternehmensbereichs Antriebs- und Fahrwerkkomponenten. Die Funktion des Personalvorstands und Arbeitsdirektors wird momentan kommissarisch von Finanzchef Dr. Konstantin Sauer verantwortet. dv

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