Naturkautschuk nicht knapp, aber dennoch immer teurer

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Analysten der Deutschen Bank zufolge wird der Bedarf an Naturkautschuk in diesem Jahr insgesamt 10,3 Millionen Tonnen erreichen und damit um zehn Prozent über dem entsprechenden Referenzwert für das Jahr 2009 liegen. Die erhöhte Nachfrage könne dabei vollständig durch die Produktion dieses auch im Reifenbau benötigten Rohmaterials abgedeckt werden, die mit ebenfalls 10,3 Millionen Tonnen um sechs Prozent gegenüber dem zurückliegenden Jahr zugelegt haben soll. Insofern sei nicht zu erwarten, dass auf Lagerbestände, die mit alles in allem rund 1,5 Millionen Tonnen veranschlagt werden, zurückgegriffen werden müsste. Doch obwohl vor diesem Hintergrund wohl eher keine Knappheit in Sachen Naturkautschuk zu befürchten ist, kennt der an den Rohstoffbörsen zu zahlende Preis für dieses Material scheinbar nur eine Entwicklung: die nach oben. Laut der Deutschen Bank ist der Preis für Naturkautschuk inzwischen auf 4,35 US-Dollar je Kilogramm geklettert, was dem Finanzinstitut zufolge um 35 Prozent über dem geschätzten Durchschnittswert von 3,20 Dollar je Kilogramm liegt, den Reifenhersteller im Mittel über das vergangene Jahr dafür zu zahlen hatten. Im Vergleich zu 2008 (2,20 Dollar je Kilogramm) sei der Preis sogar in etwa doppelt so hoch. Ausgehend davon, dass bei westlichen Reifenherstellern 45 Prozent des Reifenverkaufspreises den Rohmaterialkosten geschuldet sind und von diesen 45 Prozent wiederum 35 Prozent auf das Konto allein des Naturkautschuks gehen, errechnet die Deutsche Bank nicht nur, dass rund 15 Prozent des Reifenpreises direkt vom Kautschukpreis abhängen, sondern auch, dass die Industrie ihre Produkte 2011 um weitere etwa fünf Prozent wird teurer machen müssen, um die höheren Kosten für Naturkautschuk abzufedern. cm

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