Noch eine Synthesekautschukfabrik in Singapur

Der Chemiekonzern Asahi Kasei Chemicals (Tokio/Japan) kündigt für ein Investitionsvolumen von mehr als 130 Millionen Euro den Bau eines neuen Werkes zur Produktion von Synthesekautschuk an. Pikanterweise entsteht das Werk auf Jurong Island (Singapur) in direkter Nachbarschaft des deutschen Wettbewerbers Lanxess, der dort ebenfalls bis 2013 ein Synthesekautschukwerk errichtet. In der ersten Ausbauphase (die im Juni 2013 abgeschlossen sein soll) soll eine Kapazität von 50.000 Jahrestonnen S-SBR, in der zweiten Ausbauphase (bis zum ersten Halbjahr 2015) von weiteren 50.000 Tonnen entstehen (S-SBR: Solvent-Styrol-Butadien-Kautschuk, kommt überwiegend in Laufflächen und Seitenwand von Pkw-Reifen zum Einsatz). Auch Butyl Rubber (wird für Innerliner verwendet) soll hergestellt werden.

In dem neuen Werk soll Synthesekautschuk für High-Performance- bzw. umweltfreundliche Autoreifen hergestellt werden, die den Benzinverbrauch von Autos reduzieren. Asahi Kasai weist anlässlich der Ankündigung des Fabrikbaus darauf hin, dass die Motorisierung Asiens schnell voranschreitet und die Reifenproduktion in der Region wächst. Dem begegnet Asahi Kasei Chemicals bislang mit einer S-SBR-Fabrik in Kawasaki Works (Kapazität 105.000 Jahrestonnen) sowie einem Joint Venture namens Japan Elastomer Co. mit Showa Denko K.K. (hält 25 Prozent; Kapazität 35.000 Jahrestonnen). S-SBR gilt über E-SBR (Emulsion-Styrol-Butadien-Kautschuk) hinaus, der in Standardreifen Verwendung findet, als gleichzeitig den Abrieb vermindernd, den Rollwiderstand sowie das Sicherheitsniveau verbessernd. dv

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