Fusion von Camoplast und Solideal-Gruppe

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Die in Privatbesitz befindliche und etwa 1.400 Mitarbeiter zählende kanadische Camoplast Inc. mit ihren zwei Geschäftsbereichen Tracks & Systems (Produkte: Gummigleitketten und -systeme) sowie Polymer Solutions (Produkte: Motorabdeckungen, Lüftungskanäle etc.) wird eigenen Worten zufolge die Luxemburger Solideal-Gruppe übernehmen, die mit weltweit über 6.000 Mitarbeitern Reifen, Räder und Gummigleitketten für den Industrie- und Baustelleneinsatz produziert und anbietet. Abgeschlossen werden soll der Deal demnach schon im Oktober, wenn eine kartellrechtliche Prüfung durch die Wettbewerbshüter erfolgt ist. Danach wird das fusionierte Unternehmen unter dem Namen Camoplast Solideal Inc. im Markt auftreten, wobei die derzeitigen Solideal-Eigner den Angaben zufolge auch maßgebliche Anteile an dem zusammengelegten Firmengebilde halten werden und die beiden Marken Solideal und Camoplast weiterhin unabhängig voneinander gemanagt werden sollen. Die neue Camoplast Solideal Inc. kann infolge des Zusammenschlusses Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen sowie Produktionsstandorte in Nordamerika, Europa und Asien vorweisen und wird laut eigener Angaben rund 7.300 Beschäftigte zählen. Von der Fusion verspricht man sich bedeutende Synergieeffekte und mehr Flexibilität etwa in Sachen Einkauf sowie in Bezug auf die Logistik oder den Bereich Forschung- und Entwicklung.

Durch die Camoplast-Solideal-Kombination entstehe ein Weltmarktführer für Industriereifen, Gummigleitketten und Fahrwerke, heißt es. Beide Seiten wollen Pläne zur Integration der bisher unabhängigen Unternehmensteile erarbeiten, bei denen die kulturellen Gemeinsamkeiten und die jeweiligen Stärken sowie die besten Produkte und Entwicklungsprozesse im Vordergrund stehen sollen. „Sowohl Camoplast als auch Solideal beschäftigen engagierte und spezialisierte Mitarbeiter, die bezüglich Teamwork und ihres Einsatzes die gleichen Werte teilen”, so Pierre Marcouiller, Chairman of the Board und Chief Executive Officer (CEO) von Camoplast. „Unsere vereinte Mannschaft wird Innovationstreiber in dem von ihr bearbeiteten Produktsegment sein. Durch den Zusammenschluss werden wir außerdem von einer starken finanziellen Struktur profitieren sowie von dem Zugang und dem Teilen der besten Tools und Prozesse“, ist er überzeugt. „Gemeinsam werden Camoplast und die Solideal-Gruppe den Kunden in Bezug auf Mobilitätslösungen einen Mehrwert bieten können”, ergänzt Solideal-CEO Paul Gaines. Von der Fusion werde allerdings nicht allein für die Kundschaft von Vorteil sein, sondern unter anderem auch für die Mitarbeiter oder die Zulieferer des Unternehmens. cm

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