Rösler baut Schelkmann-Runderneuerung in Kanada

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Die Rösler-Gruppe kümmert sich seit einigen Jahren intensiv um die internationale Vermarktung von Schelkmann-Lizenzen. Gerade entsteht die sechste Betriebsstätte dieser Art, und zwar in der ostkanadischen Provinz New Brunswick. Wie Martin Rösler gegenüber der NEUE REIFENZEITUNG erläutert, laufen die Bauarbeiten derzeit unter Hochdruck. Der Lkw-Reifenrunderneuerer Pneu ABC Tires Inc. will dort noch bis Mitte des kommenden Jahres die Produktion von kaltrunderneuerten EM-Reifen aufnehmen, die – so Rösler weiter – vorwiegend an das Schweizer Bergbauunternehmen Xstrata geliefert werden sollen, das im Osten Kanadas zahlreiche Bodenschätze abbaut und zu den Kunden von Pneu ABC Tires zählt. Das Projekt beläuft sich auf ein Investitionsvolumen von 2,5 bis drei Millionen Euro.

Während derzeit nicht mehr als die spätere Produktionshalle steht, soll bis zum Ende des Jahres auch der erste von zwei geplanten Autoklaven installiert worden sein. Dieser Autoklave werde dann ab Mitte des kommenden Jahres Reifen von 25 bis 51 Zoll aufnehmen können. Spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme der Schelkmann-Produktionsstätte in New Brunswick wolle Pneu ABC Tires einen weiteren Autoklaven montieren, mit dem dann sogar EM-Reifen bis zu einer Größe von 57 Zoll vulkanisiert werden können. Solange die Runderneuerung mit einem Autoklaven auskommen muss, belaufe sich die Jahreskapazität der Anlage auf 750 bis 1.000 Reifen; mit dem zweiten Autoklaven in der Produktion werde sich der Output rund verdoppeln.

Während die Rösler-Gruppe seinen Lizenznehmer aktuell mit Know-how und Technologie versorgt, läuft der eigentliche Vertrag über wenigstens fünf Jahre. In dieser Zeit bezieht Pneu ABC Tires allerdings das für die Runderneuerung notwendige Material – also die Profilstreifen und Segmente – ausschließlich aus Deutschland von seinem Lizenzgeber. Rösler beliefert aktuell bereits fünf Schelkmann-Anlagen: jeweils eine in Indonesien, Australien, Kasachstan, Usbekistan sowie eine eigene in Dortmund, dem Stammsitz der Unternehmensgruppe. Wie Martin Rösler weiter erläutert, sei man darüber hinaus bereits mit zwei weiteren aussichtsreichen Kandidaten in Verhandlungen über Schelkmann-Lizenzen, und zwar in Indien und in Chile. arno.borchers@reifenpresse.de

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