Reifen Straub: „Dafür stehe ich“

Mit der im Motorradsegment so bekannten Broschüre „der straub“ hat vor Jahren alles angefangen, erinnert der geschäftsführende Gesellschafter Eugen Straub an die vielen Jahre Erfahrung im Reifengeschäft und was er und seine Mannschaft daraus bislang gemacht haben und was sie noch vorhaben. „Dafür stehe ich. Mit meinen Mitarbeitern“ verleiht er dem Tatendrang der Firma Reifen Straub (Bad Schussenried, Logistikcenter mit ca. 400.000 Reifen und 15.000 Felgen in Kirchberg a. d. Iller) sein Gesicht. „Wir bwollen Sie begeistern“, steht in einer der Straub-Broschüren, er will gewiss auch sein engagiertes Team bei der Begeisterung, die er versprüht, mitnehmen. Von den über 80 Mitarbeitern an acht Standorten in Süddeutschland seien 20 Prozent Auszubildende, vermittelt er gleich das Gefühl eines jungen und dynamischen Teams in einem Unternehmen, das immerhin schon mehr als 40 Jahre Erfahrung in der Reifenbranche gesammelt hat.

Wenn Eugen Straub von der Kernkompetenz spricht, dann meint es nicht unbedingt das Reifengeschäft, denn das ist Selbstverständlichkeit. Er meint die intern erarbeiteten Informationstechnologien. Das Einkaufsportal heißt nicht zufällig wie die altbekannte und zur Saison 2010 natürlich aktualisierte Broschüre „der-straub.de“, darin ist nicht nur ein komplett neu entwickeltes Motorradfreigabe-Tool enthalten, bei dem sich mit nur drei Klicks alle reifenrelevanten Informationen auf den Bildschirm zaubern lassen.

Straub will das Nützliche mit dem Spaß verbinden, hat darum ein großes Roller-Gewinnspiel initiiert, vor allem aber eine Einkaufswelt mit mehr als 300 Prämien integriert, inklusive Reisen und Übernachtungen in ansprechenden Häusern. Da vergisst man (fast), dass es um Reifen geht: Aber natürlich gilt es, erst einmal die entsprechenden Punkte zu sammeln, um in den Genuss der zahlreichen Incentives kommen zu können. Eugen Straub will Kundenbindung schaffen.

Stolz ist er auf ein anderes Modul, das im eigenen Hause entwickelt wurde: die Branchensoftware „fullsystem Reifen“ für den Reifengroß- und -einzelhandel, die inzwischen in fünfter Version erhältlich ist und nicht nur dem eigenen Unternehmen vorbehalten, sondern auch anderen Händlern zur Verfügung gestellt wird. Im wahrsten Sinne „Aus der Praxis für die Praxis“. Und wer sich auf diese Software bzw. dem „fullsystem Webshp“ einlässt, für den werde auch der Einstieg in den Internethandel „kinderleicht“, verspricht der umtriebige Unternehmer.

Denn der entwickelt gerade mit Engagement in den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern ein Franchisenetz für die Nokian-Tochtergesellschaft Vianor Holding Oy als Masterfranchiser. Dass er von diesem Konzept rundum überzeugt ist, hat er dadurch bewiesen, dass er mit dem Standort Memmingen selbst einer der ersten beiden Franchisenehmer ist. Seine direkten Partner als Franchisegeber sitzen nicht bei der Vertriebsdependance Nokian Reifen GmbH in Nürnberg, sondern in der tschechischen zentraleuropäischen Europa-Zentrale und (neu) in der finnischen Konzernzentrale in der Stadt Nokia. Bis Ende dieses Jahres soll das aufzubauende Netz bereits zehn Betriebe gewinnen, mittelfristig sollen es um die 50 Outlets sein. Zwar ist das Vianor-Ausbreitungsgebiet nicht zwangsläufig auf die beiden Bundesländer beschränkt ist, räumt Straub ein, aber mit der Nokian-Vorgabe, überall dorthin zu gehen, wo überdurchschnittlich Winterreifen verkauft werden, kann er sich offensichtlich gut identifizieren: „Genau!“ detlef.vogt@reifenpresse.de

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