Pirelli wird neuer Formel-1-Lieferant – Entscheidung offiziell

Nun also doch: Nach langem Hin und Her hat Pirelli den Zuschlag als Bridgestone-Nachfolger für die Belieferung der Formel 1 mit Reifen erhalten. Gestern hatte der FIA-Motorsport-Weltrat in Genf getagt und gemeinsam mit den Teams und der Formula One Management von Bernie Ecclestone beschlossen, dem italienischen Hersteller die Exklusivrechte eines Reifenausstatters der Rennserie für drei Jahre zu erteilen. Andere Bewerber wie etwa Michelin oder Cooper-Avon kommen demnach nicht zum Zuge. Für Pirelli ist die Rückkehr in die Königsklasse des Motorsports nach 19-jähriger Pause Teil einer weltweit angelegten Kampagne, wie es dazu gestern Abend in einer Mitteilung aus Mailand heißt. Man richte damit „einen festen Blick in Richtung Zukunft“, stellt der neue Formel-1-Reifenlieferant fest, und sagt: „Die Forschung in innovative, neue Reifenentwicklungen ist zentraler Bestandteil dieses spannenden Programms.“ In Zusammenarbeit mit allen Formel-1-Teams werde Pirelli also die Symbiose aus Motorsport und der Entwicklung von Straßenreifen weiter intensivieren. Aktuell beliefert der italienische Hersteller bereits über 70 nationale und internationale Rennserien, darunter auch die World Rallye Championchip (WRC), die GP3, die GP2 (ab 2011) oder auch Zweiradserien.

„Pirelli plant, umfangreiche Investitionen in die Kommunikation zu tätigen, um das Maximum aus der profilierten und der wegbereitenden Technologie zu holen, die Hand in Hand mit einem Formel-1-Engagement gehen. Wir werden dazu Ressourcen und ein Budget nutzen, das für diesen Zweck bereits zur Verfügung steht“, heißt es weiter zu Pirellis Plänen in Bezug auf die marketingseitige Nutzung der exklusiven Partnerschaft mit der Formel 1. „Diese Kommunikationskampagne soll hauptsächlich dabei helfen, Pirellis wachsende Präsenz in Schwellenländern in Lateinamerika, im Mittleren Osten und im Asien-Pazifik-Raum zu unterstützen. All dies sind Regionen, in denen Formel-1-Rennen stattfinden“, umschreibt Pirelli die zentrale Stoßrichtung des neuen Engagements. „Konsequenterweise wird die Formel 1 der Dreh- und Angelpunkt für die Marke Pirelli sein und dabei helfen, deren kommerzielles und industrielles Wachstum zu befördern, ohne dabei die langfristige Finanzstrategie des Unternehmens zu stören.“ Die weltweite Sichtbarkeit der Marke Pirelli, wie sie durch die Formel 1 und die Berichterstattung darüber erzeugt wird, stelle für den Hersteller und seine Marke „eine einmalige Gelegenheit dar, den Return on Investment zu maximieren“.

In den kommenden drei Jahren, also für die Saisons 2011 bis 2013, wird Pirelli sechs Reifentypen für die Teams bereitstellen: vier Typen Trockenreifen, einen Regenreifen sowie einen Intermediate. arno.borchers@reifenpresse.de

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