Continental: Fest im Fachhandel verankert

Für den Sprecher der Pkw-Reifendivision von Continental Alexander Lührs waren die Personalentscheidungen vom Ende Januar noch immer die wirklich wichtigen Highlights im Unternehmen, über die er sprechen mochte. Handelte es sich doch nach seinen Worten nicht um eine Rochade von agierenden Personen, sondern um eine Verschmelzung von Verantwortlichkeiten und eine Stärkung des Vertriebs. Erst sei die Ebene mit dem Marketing- und Vertriebsleiter Pkw-Reifenersatzgeschäft Europa und Afrika Dr. Hartmut Wöhler neu strukturiert worden, jetzt konsequenterweise die Ebene darunter mit der von Norbert Busch geleiteten Marktorganisation Pkw-Reifenersatzgeschäft D/A/CH, beispielsweise könne Busch sich jetzt um die Märkte Österreich und Schweiz viel intensiver kümmern als zuvor.

Das Conti-Engagement auf der „Reifen“ mit einem Gemeinschaftsstand für die Marken Continental, Uniroyal, Semperit und Barum sowie dem Handelshaus Vergölst sei, so Lührs, Abbild der extrem guten Verankerung seines Unternehmens im deutschen Reifenfachhandel. Das Unternehmen ist verlässlich, die Premiummarke Continental habe sich als äußerst preisstark erwiesen. Dass Matador entweder noch nicht so recht integriert ist oder für anderes vorgesehen ist, mag man daran erkennen, dass das jüngste Mitglied im Continental-Markenstrauß einen eigenen Messestand auf der anderen Seite der Messehalle gebucht hatte.

Und eine ganz aktuelle gute Nachricht gab es zum Messebeginn auch noch, bevor sich Lührs zur von Continental gesponserten Fußball-Weltmeisterschaft nach Südafrika aufmachen konnte, wo gewiss ein straffes Programm auf ihn gewartet haben dürfte. Im Rahmen der Eröffnungspressekonferenz zur Fachmesse hatte Continental einen der drei ausgelobten „Innovation Awards“ für ein neues elektronisches Abrechnungssystem erhalten, mit dem Abrechnungen und Gutschriften zwischen Continental und den Kunden im Reifenbereich ausgetauscht und erfasst werden. So kann umweltfreundlicher und kostengünstiger als bisher abgerechnet werden, Papier und Porto werden eingespart. Die Rechnungen werden gesichert übertragen, sodass keine Daten von Unbefugten erkannt werden können.

Der Preis wurde von Alfredo Mate (Leiter Business Development Deutschland, Österreich und Schweiz bei Continental) entgegengenommen. „Wir freuen uns, dass wir mit unserem neuen E-Invoicing-System unsere Kunden und die Jury überzeugen können, auf Papier zu verzichten und die Daten elektronisch auszutauschen“, so Mate anlässlich der Preisverleihung. „Bei der Konzeption des Systems hatte für uns die Datensicherheit allergrößte Priorität, daneben sollten die Prozesse schnell und unkompliziert ablaufen.“

Bei der Preisverleihung hob die Jury hervor, dass in Deutschland rund sechs Milliarden Rechnungen jährlich ausgetauscht werden, davon rund 95 Prozent in Papierform. Continental setze, hieß es, basierend auf den bisherigen Ergebnissen des EDI-Ausschusses im WdK den Prozess zum papierlosen Datenaustausch konsequent fort. Dieser umfasst neben dem reinen Austausch ein- und ausgehender Rechnungen auch die gesicherte Übertragung, die Verifizierung der elektronischen Signatur und die revisionssichere Langzeitarchivierung. Mit der formattechnischen und steuerrechtlichen Basis werden weitere Standardisierungs- und Normierungsprozesse angestoßen, die – bei Beteiligung aller Hersteller – zu einer beträchtlichen Kostenersparnis für den teilnehmenden Fachhandel führen würde. detlef.vogt@reifenpresse.de

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