Goodyear führt eine völlig neue Generation von Trailerreifen ein

Goodyear stellt den Marathon LHT II vor, einen Trailerreifen der neuesten Generation für den Fernverkehrseinsatz, der den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen reduzieren soll. Dieser Reifen verknüpfe extrem niedrigen Rollwiderstand mit überragender Nässehaftung sowie spürbar kürzeren Bremswegen, insbesondere auf nasser Fahrbahn, so der Hersteller. Darüber hinaus gestatte dieser Reifen höhere Zuladungen und punkte bei der Laufleistung sowie beim Abrollgeräusch. Der Marathon LHT II ist das jüngste Mitglied der „Max Technology FuelMax“-Familie, zu der auch der Marathon LHS II und der Marathon LHD II gehören.

Weil der Rollwiderstand des LHT II so niedrig ist, können Flottenbetreiber mit niedrigeren Kraftstoffkosten und geringerem Kohlendioxidausstoß rechnen. Ein 40-Tonnen-4×2-Lkw mit dreiachsigem Sattelanhänger mit der Kombination aus LHS II (Lenkachse), LHD II (Antriebsachse) sowie dem neuen LHT II könne im Jahr Kraftstoff im Wert von bis zu 2.300 Euro einsparen, heißt es in einer Presseinformation. Gleichzeitig verringern sich die CO2-Emissionen um bis zu 5.200 Kilogramm, basierend auf einer Kombination aus Lenkachsreifen LHS in 315/70 R22.5 II, Antriebsachsreifen LHD II in 315/70 R22.5 sowie Trailerreifen LHT II in 385/55 R22.5, bei einem Spritpreis von 1,15 Euro je Liter Diesel, einer Laufleistung von 200.000 Kilometern sowie einem Durchschnittsverbrauch von 34 Liter pro hundert Kilometer (gilt im direkten Vergleich mit den Vorgängerreifen LHT+). Das sind Werte, mit denen man rechnen kann und muss. Für eine Flotte, die beispielsweise aus 400 Fahrzeugen dieser Art besteht, ergibt sich somit eine Ersparnis von bis zu 920.000 Euro pro Jahr sowie eine CO2-Reduzierung von über zwei Millionen Tonnen – beeindruckende Werte in Zeiten steigender Kraftstoffpreise und verschärfter Abgasbestimmungen.

Doch der Reifen hilft auch an anderer Stelle beim Sparen: Weil er 7,5 Kilogramm leichter ist als sein Vorgänger, erlaubt der LHT II bei einem Dreiachshänger ein Zuladungsplus von 45 Kilogramm. Das macht pro Lkw und Jahr 13,5 Tonnen aus (gilt für einen fünfachsigen Sattelschlepper mit einer Auslastung von 300 Tagen im Jahr) beziehungsweise 5.000 Tonnen mehr Ladekapazität bei einer Flotte von 400 Lkw. Hinzu kommen die laut Hersteller ausgezeichnete Kilometerleistung und ein sehr niedriger Geräuschpegel durch eine optimierte Lamellenanordnung.

Die Karkasskontur wurde überarbeitet, sie besitzt eine geringere Temperaturentwicklung und einen niedrigeren Rollwiderstand – den beiden Schlüsselelementen für Verbrauchssenkung und höhere Lebensdauer. Spezielle Stahlgürtel erhöhen die Stabilität und reduzieren die Energieverluste. Das überarbeitete Karkassdesign sowie eine neu entwickelte Wulstkonstruktion erhöhen die Reifenstabilität, senken gleichzeitig den Rollwiderstand und verbessern zusätzlich die Runderneuerbarkeit. Das kompakte Laufflächendesign des LHT II führt zu geringeren viskoelastischen Energieverlusten, was wiederum den Rollwiderstand und in der Folge den Kraftstoffverbrauch reduziert. Die Lauffläche kann mit einer ganzen Reihe konstruktiver Highlights punkten: durch die Multi-Radius-Laufflächenkontur haben die Reifen eine homogene Bodendruckverteilung, die wiederum einen gleichmäßigen Abrieb bewirkt. Das Ergebnis einer optimierten Profilgestaltung führt zum gewünschten Nassbremsverhalten, den Selbstreinigungseigenschaften, Schutz vor Verletzungen und einer hohen Lebensdauer. Die neueste Laufflächenmischung mit hohem Silika-Anteil sorgt für das Gleichgewicht zwischen Rollwiderstand, Nässehaftung und Laufleistung.

Der LHT II erfüllt bereits jetzt die ab 2012 geltenden EU-Anforderungen an einen modernen Reifen. Bezüglich des Reifenlabels, das bis spätestens Ende 2012 eingeführt werden soll – die offiziellen Testmethoden für die Einstufung der Reifen sind noch nicht verabschiedet –, rechnet Goodyear damit, dass der LHT II exzellente Ratings bei allen drei Kriterien erreichen wird. Das EU-Reifenlabel dient Verbrauchern als Orientierungs- und Kaufhilfe, weil es über die Güte von Rollwiderstand, Nässehaftung und Geräusch eines Reifens informiert. Es ist ein weiteres Kriterium bei der Kaufentscheidung.

Boris Stevanovic, Marketingdirektor Lkw-Reifen von Goodyear Dunlop Tires Europe, zur Einführung des LHT II: „Der Goodyear Marathon LHT II Trailerreifen ist das Aushängeschild in unserem Sortiment kraftstoffsparender Fernverkehrsreifen. Besonders stolz sind wir auf das fantastische Einsparpotenzial, das dieser Reifen unseren Kunden bietet. Unser Entwicklungsteam hat das schier Unmögliche erreicht, und wir können jetzt unseren Kunden Reifen anbieten, die die Betriebskosten deutlich senken, die CO2-Emissionen reduzieren, hervorragend auf Nässe agieren, mehr Zuladung bieten und auch noch länger halten.“

Das österreichische Speditionsunternehmen Zeller Transporte nahm an umfassenden Feldversuchen teil. Die Flotte fuhr mit Trailerreifen LHT II in 385/55 R22.5. Zeller Transporte verglich den Kraftstoffverbrauch dieser Reifen mit denen des Vorgängers LHT+ in 385/55 R22.5 in der Zeit von Februar bis April 2009. Beide Gesamtstrecken beliefen sich auf mehr als 55.000 Kilometer. Lenk- und Antriebsachsen waren während der Tests mit LHS II in 385/55 R22.5 bzw. LHD II in 315/70 R22.5 ausgerüstet. Als Diesel-Preise wurden die tagesaktuellen Preise während der Betankungen für die Berechnung herangezogen. Die Ergebnisse zeigten, dass bereits mit den Vorgängerreifen niedrige 33,41 Liter pro hundert Kilometer erreicht wurden, mit dem LHT II sank der Verbrauch auf 32,17 Liter pro hundert Kilometer. Das heißt, dass allein durch den Reifenwechsel der Kraftstoff um 3,7 Prozent effizienter genutzt wurde, was wiederum zu einer jährlichen Ersparnis von 3.313 Euro pro Fahrzeug führte.

Weiteres Einsparpotenzial dank Goodyear FleetFirst

Flottenbetreiber können mit Goodyear ihre Kosten noch weiter senken: mit FleetFirst, einem ganzheitlichen Reifenmanagement-Service-Programm. Mit FirstFleet lassen sich etwa die operativen Kosten um weitere zwanzig Prozent pro Kilometer reduzieren. Noch einmal das Beispiel mit der 400-Lkw-Flotte, für die 350.000 Euro in Reifenausrüstung investiert werden: Mit zentraler elektronischer Rechnungsstellung, Online-Buchhaltung sowie festen Reifenpreisen profitieren Flottenbetreiber von höherer Effizienz. Der Verwaltungsaufwand ließe sich um zehn bis 15 Prozent reduzieren, weil die jährlichen Verwaltungskosten um rund 35.000 Euro sinken würden. Das fortlaufende individuelle Reifenverwaltungs- und -überwachungssystem verbessert das Handling beschädigter Reifen je Lkw um 50 Prozent je Lkw (was bedeutet: weniger vorzeitige Reifenschäden und weniger Ausfallzeiten durch die Reparatur defekter Reifen). Das wiederum führt zu Einsparungen von bis zu 17.000 Euro pro Jahr. Das Management nachschneidbarer Reifen kann die Lebensdauer dieser Reifen um 15 bis 20 Prozent erhöhen, was einer Kostenersparnis von 21.000 Euro pro Jahr entspricht. Verbesserungen im vorsorgenden Reifenmanagement durch kontinuierliche Kontrolle und rechtzeitiges Demontieren/Nachschneiden/Runderneuern reduzieren ihrerseits Ausfallzeiten und die damit verbundenen Kosten um 20 Prozent bzw. 10.500 Euro pro Jahr. Zusammengefasst: Die gesamte jährliche Ersparnis einer 400-Lkw-Flotte beträgt 83.500 Euro.Würde genau dieselbe Flotte mit Goodyears LHS II, LHD II sowie LHT II ausgerüstet, ließe sich jährlich sogar eine Ersparnis von mehr als eine Million Euro erzielen.

Der Marathon LHT II kommt in den drei Größen 385/55 R22.5, 435/50 R19.5 und 385/65 R 22.5 im September 2010 auf den Markt. Alle Goodyear-Lkw-Reifen können nachgeschnitten und runderneuert werden. dv

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