Baubeginn für erstes Lanxess-Werk in Russland

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess begann gestern offiziell den Bau seiner ersten Produktionsstätte in Russland mit dem ersten Spatenstich. In Dschersinsk (Region Nishni Nowgorod) wird das Lanxess-Tochterunternehmen Rhein Chemie zukünftig Kautschukchemikalien für die Märkte in Russland und der GUS produzieren. „Im Rahmen unserer strategischen Ausrichtung auf die BRIC-Staaten sind Russland und die GUS für uns wichtige Wachstumsmärkte. Nach unserem offiziellen Markteintritt in Russland im vergangenen Jahr ist der Bau dieses Werks ein weiterer wichtiger Schritt unserer langfristigen Strategie“, so Rainier van Roessel, Vorstandsmitglied von Lanxess. „Wir sehen derzeit eine vorsichtige Erholung der Kautschukindustrie in Russland, die wir mit einer gezielten, marktgerechten Investition begleiten.“

Lanxess beliefert die Märkte in Russland und den GUS vor allem mit Hochleistungskautschuken und Kautschukchemikalien für die Reifen- und Automobilindustrie, Farbpigmenten für die Bauwirtschaft sowie Ionenaustauschern für die industrielle Wasseraufbereitung. Das neue Werk im Industriepark Dschersinsk soll den hohen internationalen Standards des Spezialchemie-Konzerns für Sicherheit und Nachhaltigkeit entsprechen und mit modernster Produktionstechnologie ausgestattet werden. Die Fertigstellung ist für Anfang 2011 vorgesehen. Mittelfristig schafft Rhein Chemie 50 neue Arbeitsplätze am Standort.

Bis zu 1.500 Tonnen Kautschukzusätze und Trennmittel der Marken Rhenogran und Rhenodiv wird das Unternehmen dort produzieren. Die Produkte kommen vor allem für die Herstellung von Autoreifen sowie technischen Gummiprodukten wie Schläuchen und Dichtungen zum Einsatz.

„Wir erwarten eine steigende Nachfrage nach Qualitätsprodukten seitens der russischen Auto- und Reifenindustrie. Diese können wir mit dem neuen Werk und unserem hochwertigen, innovativen Produktportfolio künftig bedienen. Durch unsere Kautschukadditive und Trennmittel helfen wir unseren Kunden, die Qualität ihrer Kautschukprodukte weiter zu steigern und ihre Position im globalen Markt weiter zu verbessern“, erklärt Anno Borkowsky, Geschäftsführer der Rhein Chemie GmbH. „Die ausgezeichnete Lage mit Nähe zu unseren Kunden sowie die gute Infrastruktur in der Region Nischni Nowgorod haben den Ausschlag für den Standort gegeben.“ Bislang hat die Lanxess-Tochter die russischen Kunden aus Anlagen in Deutschland beliefert.

Seit 2009 ist Lanxess mit einer eigenen Gesellschaft in Russland präsent. Das Vertriebsbüro wurde im März vergangenen Jahres im Federation Tower in Moskau eröffnet. Dort sind derzeit rund 30 Mitarbeiter beschäftigt. dv

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