Sonderausstellung „100 Jahre synthetischer Kautschuk“ in Sinsheim

Das Auto & Technik Museum Sinsheim ist das größte private Technikmuseum Europas. Auf mehr als 30.000 Quadratmetern Hallenfläche und einem großen Freigelände zeigt das Museum Legenden der Technikgeschichte in großer Vielfalt: Ob chromblitzende Oldtimer, legendäre Flugzeuge, rassige Sportwagen, gigantische Lokomotiven oder spektakuläre Rekordfahrzeuge – es gibt fast kein motorisiertes Fortbewegungsmittel, das im Museum nicht zu finden ist. Rund eine Million Besucher aus Deutschland und der ganzen Welt kommen jährlich nach Sinsheim, um die Ausstellung mit mehr als 3.000 Exponaten zu besichtigen. Die beiden größten Sensationen sind die auf dem Dach der Museumshalle in Flugposition aufgestellten, voll begehbaren Überschall-Passagierflugzeuge Concorde und Tupolev 144. Das Museum Sinsheim ist das einzige Museum weltweit, das diese bisher einzigen in Serie produzierten Überschallflugzeuge Seite an Seite präsentiert.

„Wir freuen uns, dass wir im renommierten Auto & Technik-Museum in Sinsheim die mehr als 100-jährige Geschichte dieses faszinierenden Werkstoffs, die eng mit Lanxess verbunden ist, präsentieren können“, sagt Werner Breuers, Vorstandsmitglied der Lanxess AG. Der Spezialchemiekonzern zählt zu den Weltmarktführern für synthetische Hochleistungskautschuke und führt das Erbe des Erfinders Fritz Hofmanns, der seinerzeit bei den Elberfelder Farbenfabriken arbeitete, erfolgreich fort. „Synthetischer Kautschuk ist auch heute noch genauso modern wie im Jahr 1909“, so Breuers weiter. „Er ist jedoch ökologisch effizienter, vielseitiger, spezieller und verfügbarer als je zuvor. Als Technologieführer auf diesem Gebiet werden wir auch in Zukunft unsere Hochleistungskautschuke für innovative Anwendungen weiter entwickeln.“

Ohne das erste Verfahren zur Herstellung von synthetischem Kautschuk, das sich der deutsche Chemiker Fritz Hofmann im Jahre 1909 patentieren ließ, würde heute kein Auto fahren und kein Flugzeug fliegen: Reifen, Keil- und Zahnriemen, Schläuche, Kabelummantelungen sowie Dichtungen für Motoren, Türen, Fenster und Kofferraumdeckel: In allen diesen Anwendungen, die für die moderne Mobilität unabdingbar geworden sind, steckt künstlicher Kautschuk. Das wohl bekannteste Anwendungsgebiet ist aber nach wie vor der Reifen. Er ist das sichtbarste Beispiel für die Erfolgsgeschichte des innovativen Werkstoffs, der bis heute häufig im Verborgenen agiert. Rund 70 Prozent der Kautschuke von Lanxess werden für die Produktion von Autoreifen hergestellt. Der Spezialchemiekonzern gehört damit zu den größten Anbietern von Reifenkautschuken weltweit und sieht sich auch in der Entwicklung führend. Ohne moderne Synthesekautschuke wären energieeffiziente Hochleistungsreifen nicht denkbar. Sie sind sicher, langlebig, sorgen für einen geringen Rollwiderstand und helfen damit, Treibstoff zu sparen und den CO2-Ausstoß der Fahrzeuge zu reduzieren.

Weit mehr als hundert verschiedene Synthesekautschuktypen für die unterschiedlichen Verwendungszwecke hat der Konzern im Programm. In den Laboratorien arbeiten hoch qualifizierte Chemiker und Techniker weltweit daran, das Erbe Hofmanns weiter in die Zukunft zu tragen. Der konnte 1909 die Bedeutung seiner Erfindung für die moderne Welt nur erahnen. Ein vollwertiger Ersatz für Naturkautschuk sollte seine Erfindung sein, um den steigenden Preisen des Gummibaumextrakts entgegenzuwirken. Heute ist Synthesekautschuk weit mehr als ein Ersatz. Die Technik kennt eine Vielzahl künstlicher Spezialkautschuke für Anwendungen in allen Bereichen des täglichen Lebens. Synthetische Kautschuke sind überall im Einsatz und bleiben auch unter extremen Bedingungen sicher und stabil.

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