Auch Gutachter können in Reifenfragen (erst einmal) irren

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Nachdem es auf der Bundesstraße 9 nahe Kerken (Nordrhein-Westfalen) jüngst zu einem glättebedingten Verkehrsunfall gekommen war, bei dem ein 22-Jähriger tödlich verunglückte, hatte die Polizei zur Klärung der Ursache einen DEKRA-Sachverständigen zum Ort des Geschehens gerufen. Der identifizierte die am Fahrzeug montierte Bereifung zunächst als Sommerreifen, sodass in regionalen Medien dann auch dementsprechende Berichte veröffentlicht worden seien, sagt die Kreispolizeibehörde Kleve. Jetzt bittet sie jedoch um Richtigstellung, denn seitens DEKRA ist man bei näherer Analyse inzwischen zu einem anderen Schluss gekommen. “Im Rahmen der Untersuchungen vor Ort wurden die am Fahrzeug montierten Reifen als ‚Sommerreifen’ eingeschätzt. Die spätere eingehende Untersuchung des Fahrzeugs auf dem Sicherstellungsgelände ergab, dass sogenannte Ganzjahresreifen mit der Kennzeichnung ‚Schneeflocke’ montiert waren. Die Reifen erfüllen damit die Kriterien eines Winterreifens. Wir bedauern, dass unsere erste fehlerhafte Einschätzung an die am Unfallort anwesende Presse weitergegeben und auch veröffentlicht wurde”, ließ die Prüforganisation die Kreispolizeibehörde Kleve wissen, die ihrerseits nun ebenfalls bedauert, dass durch die bisherigen Veröffentlichungen die Umstände des Unfalls in ein falsches Licht gerückt wurden.

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