Cycle-World-Leserbefragung zum Thema Motorradreifen

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Das US-Motorradmagazin Cycle World hat – so wie davor zuletzt 2005 – mithilfe seiner Leser im vergangenen Jahr wieder Daten rund um das Motorradreifengeschäft erhoben und ausgewertet. So wurde die Leserschaft der Zeitschrift, die sich demnach mit einem Anteil von 97 Prozent der Erstleser als primär männlich erwiesen hat und ein Durchschnittsalter von um die 48 Jahre aufweist, etwa nach der bevorzugten Motorradreifenmarke in ihrem Haushalt befragt oder danach, wie lange sie schon auf diese vertrauen. Abgefragt wurde unter anderem darüber hinaus zudem, welche Gründe sie unter Umständen zur Abkehr von ihrer bevorzugten Marke bewegen könnten, oder auf Basis welcher Informationen sie die Wahl für einen bestimmten Motorradreifen treffen.

Dabei hat sich herausgestellt, dass in den Haushalten, in denen die Cycle World gelesen wird, die Marke Dunlop mit 33 Prozent der Nennungen in der Gunst der Motorradfahrer ganz vorne liegt. Auf den weiteren Plätzen folgen Metzeler (24 Prozent), Michelin (19 Prozent), Bridgestone (16 Prozent) sowie Avon und Pirelli mit jeweils zehn Prozent. Dass sich zusammen mit den weiteren gelisteten Marken Continental (fünf Prozent) sowie Cheng Shin, Maxxis und Kenda mit jeweils zwei Prozent der Nennungen und IRC mit einem Prozent in der Summe ein Wert von über 100 Prozent ergibt, erklären die Macher der Studie damit, dass in den Haushalten, deren durchschnittliches ihnen zur Verfügung stehendes Einkommen mit gut 120.000 US-Dollar beziffert wird, zum Teil mehrere Maschinen vorhanden sind und es somit auch zu Mehrfachnennungen gekommen ist. So erfreulich dieses Teilergebnis der Studie für Dunlop sicherlich sein mag, so stellt die Untersuchung dennoch fest, dass die Marke gegenüber der letzten entsprechenden Analyse 2005 ein paar Prozentpunkte verloren hat so wie im Übrigen auch Avon, während andere Marken – am stärksten Michelin, Bridgestone und Pirelli – zulegen konnten.

Allerdings ist – so Cycle World – der Anteil derjenigen, die sich bewusst für ein bestimmtes Produkt entscheiden, gegenüber der Erhebung vier Jahre zuvor insgesamt um zehn Prozentpunkte gestiegen. Aber mit einem Anteil von 89 Prozent der Leser sprachen sich auch diesmal längst nicht alle der Umfrageteilnehmer konkret für die eine oder andere Marke aus. Kristallisiert sich allerdings eine solche Vorliebe irgendwann heraus, so halten die Leser der Zeitschrift ihrer bevorzugten Marken dann jedoch vergleichsweise lange die Treue: 37 Prozent gaben im Rahmen der Befragung an, dass sie schon die beiden letzten Reifensätze denselben Markennamen trugen, und bei 14 respektive 25 Prozent hat die Verbundenheit mit der Lieblingsmarke demnach sogar bereits drei bzw. vier oder mehr Reifensätze überdauert – insofern ist nur bei 24 Prozent die Bindung zu der derzeitigen Marke noch relativ frisch. Andererseits würden 94 Prozent durchaus einen Wechsel in Erwägung ziehen, sofern sich dies für sie in Form von bestimmten Vorteilen auszahlt.

Als häufigste Gründe, die zu einem Überdenken der bisherigen Markenwahl führen könnte, werden ein etwaiges Plus an Laufleistung (51 Prozent) oder eine höhere Leistungsfähigkeit der Reifenalternative (33 Prozent) genannt. Ein niedrigerer Preis übt nur auf zehn Prozent der Cycle-World-Leser einen Reiz in Sachen Markenwechsel aus. Wenn es darum geht, sich rund um die Reifenwahl für die eigene Maschine zu informieren, stehen bei den Lesern – auch hier waren Mehrfachnennungen möglich – das Urteil von Fachmagazinen (73 Prozent) oder die Ergebnisse von Produkttests (60 Prozent) im Vordergrund, 42 Prozent greifen bei ihrer Meinungsbildung auf Internetforen zurück, 39 Prozent auf den Rat des Handels sowie 30 Prozent auf die Empfehlung des Motorradherstellers zurück. In 28 Prozent der Fälle wurden Freunde als wertvolle Informationsquelle angegeben. Genauso oft werden redaktionelle Inhalte bei der Reifenwahl berücksichtigt – die Webseiten der Reifenhersteller ziehen lediglich 23 Prozent zurate und fünf Prozent kommen den Angaben zufolge bei ihrer Reifenwahl ganz ohne eine der genannten unterstützenden Informationsquellen aus.

Dabei haben 76 Prozent der Haushalte, in denen Cycle World gelesen wird, angegeben, innerhalb der vergangenen 24 Monate vor der Erhebung mindestens einen Motorradreifen gekauft zu haben. Der Durschnitt der so zusammengekommenen gut 237.000 Haushalte lag dabei aber mit rund 3,3 Reifen in zwei Jahren jedoch deutlich höher, was sich heruntergebrochen allein auf die Leser des Magazins auf alles in allem annähernd 782.500 Motorradreifen aufsummiert. Die Umfrage hat zugleich noch ergeben, dass dabei von den Verbrauchern im Mittel gut 125 US-Dollar je Reifen und somit etwa drei Prozent mehr als 2005 bezahlt wurden. Bezogen auf die Fahrzeugsegmente sind bei den Cycle-World-Lesern demnach vor allem Reifen für Sportmaschinen (45 Prozent) besonders gefragt, gefolgt von solchen für Sporttourer (30 Prozent), Cruiser (38 Prozent), Enduros bzw. den Offroadeinsatz (24 Prozent) sowie für Tourer (17 Prozent) und die Verwendung auf der Rennstrecke (sechs Prozent). Gekauft werden die Reifen der Studie zufolge vorwiegend im Motorradhandel (44 Prozent) oder im Internet (31 Prozent). Beim Zubehörhandel, wozu wohl auch der Reifenhandel gezählt werden dürfte, werden die Motorradbereifungen in 20 Prozent der Fälle erstanden.

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