Österreichischer Zulieferer insolvent, Conti gibt weniger Aufträge

Der Kindberger Autozulieferer Maini Precision Products (MPP) ist in die Insolvenz geschlittert, heißt es auf der Internetseite des Österreichischen Rundfunks. Laut dem Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) seien von der Pleite 82 Beschäftigte und 150 Lieferanten betroffen. Hauptkunde des Unternehmens mit einem Anteil von rund 90 Prozent soll die deutsche Continental AG gewesen sein, die angekündigt hat, im Jahr 2010 das Auftragsvolumen um rund 60 Prozent zu reduzieren. Aufgrund dessen sei nun der Konkursantrag beim Landesgericht Leoben gestellt worden.

Das Unternehmen, das auf die Herstellung von Hochpräzisionsdrehteilen für die Autoindustrie spezialisiert ist, hat einen Schuldenstand von rund 3,8 Millionen Euro. Dem stehen laut dem AKV Aktiva von 2,9 Millionen Euro gegenüber. Im Rahmen des Konkursverfahrens soll nun geprüft werden, ob mit einem reduzierten Personalstand und sonstigen Restrukturierungsmaßnahmen eine Weiterführung möglich sei, so der AKV.

Das Werk sei bereits 2006 nach einer Auftragsflaute und dem Wegfall einzelner Kunden insolvent gewesen, heißt es in der ORF-Meldung. Damals firmierte man noch unter Mec.com mechanical components GmbH. Die damaligen Verbindlichkeiten beliefen sich auf rund neun Millionen Euro. Mit Hilfe des indischen Konzerns Maini konnte eine Fortführung und die erste Rate eines Zwangsausgleiches finanziert werden. Anfang 2009 konnte die letzte Rate aufgebracht werden, jedoch mussten die Banken bereits Sondervereinbarungen treffen.

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