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Goodyear tritt auf die Kostenbremse und schreibt wieder Gewinne

Goodyears Quartalszahlen lassen Beobachter auf das Ende der Finanz- und Wirtschaftskrise hoffen. Obwohl der führende US-Hersteller erneut Umsatzrückgänge (minus 15 Prozent) wegen geringerer Nachfrage melden musste, konnte er nach zwei überaus verlustreichen Quartalen wieder einen Nettogewinn in Höhe von 72 Millionen Dollar verbuchen. Im Berichtszeitraum hatte Goodyear weltweit 195 Millionen Dollar an Kosten im Rahmen des Vier-Punkte-Programms eingespart, wozu weitere 300 Stellen gestrichen wurden; auch die Verringerung der Rohstoffkosten um 207 Millionen Dollar hat Goodyear bei der Erreichung der Gewinnschwelle geholfen. Während insbesondere in Europa die Nachfrage mit minus 18 Prozent insgesamt deutlich zurückging, konnte Goodyear in seiner nordamerikanischen Heimat erstmals wieder mehr Reifen auf dem Ersatzmarkt verkaufen – ein Zeichen der Erholung.

Weitere Details zu diesem und älteren Berichten finden Sie in unserem Geschäftsbericht-Archiv.

Der Konzernumsatz lag im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres mit 4,4 Milliarden US-Dollar 15 Prozent unter dem Vorjahresergebnis, gleichzeitig aber immerhin elf Prozent über dem direkten Vorquartal. Goodyear verkaufte dafür rund 45 Millionen Reifen, was einem Rückgang von 6,6 Prozent bzw. 3,2 Millionen Reifen gegenüber dem Vorjahrsquartal entspricht. Der größte Druck auf die weltweiten Absatzzahlen kam dabei im dritten Quartal ganz klar aus Europa, wo Goodyear 17,8 Millionen Reifen verkaufen konnte; im Vorjahresquartal waren dies noch 19,7 Millionen Reifen. In der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika verkaufte Goodyear also 1,9 Millionen bzw. 9,6 Prozent weniger Reifen. Während Goodyear den Rückgang in der europäischen Erstausrüstung mit 20 Prozent angibt, ging die Nachfrage auf den Ersatzmärkten nur um sechs Prozent zurück. In Nordamerika hingegen büßte Goodyear im Berichtszeitraum eine Million verkaufte Reifen ein, was einem Rückgang von 5,5 Prozent auf 17,1 Millionen Einheiten entspricht. Während hier die Absätze in der nordamerikanischen Erstausrüstung um 21 Prozent zurückgingen, konnte man auf dem Ersatzmarkt ein leichtes Plus von unter einem Prozent registrieren.

Im Berichtszeitraum konnte Goodyear seinen operativen Gewinn auf 275 Millionen US-Dollar steigern. Im Vorjahresquartal waren dies noch 266 Millionen, im direkten Vorquartal nur 24 Millionen Dollar. Das operative Quartalsergebnis wird dabei von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Zu allererst natürlich durch die geringere Nachfrage, wie oben skizziert. Dann allerdings auch durch die geringeren Rohstoff- und Personalkosten. Während Goodyear im ersten Halbjahr 2009 bereits 5.500 Stellen weltweit gestrichen hat, kamen im dritten Quartal des Jahres noch einmal 300 Stellen hinzu. Ursprünglich hatte das Unternehmen einen Stellenabbau von rund 5.000 im laufenden Geschäftsjahr geplant. Abschreibungen, Wechselkurse und Fabrikstillegungen hätten das operative Ergebnis hingegen negativ beeinflusst. Nach zwei überaus verlustreichen Quartalen (221 Millionen bzw. 333 Millionen Dollar Nettoverlust im zweiten bzw. ersten Quartal 2009) konnte Goodyear Tire & Rubber aktuell wieder einen Nettogewinn einstreichen: 72 Millionen Dollar.

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