Michelin Schweiz zeigt Ex-Angestellten wegen Veruntreuung an (Update)

Mittwoch, 14. Oktober 2009 | 0 Kommentare
 

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht noch zu sorgen.  Der Bib ist im Schwyzkasten und hat eine Menge Schweizperlen auf der Stirn, nachdem Betrügereien und Veruntreuungen zum Nachteil von Michelin in der Schweiz durch einen fristlos gekündigten Angestellten ans Tageslicht gekommen sind.  Der Schaden beläuft sich nach Michelin-Angaben auf 1,5 bis zwei Millionen Franken (bis zu 1,3 Millionen Euro).

Das Unternehmen hat inzwischen Strafanzeige erstattet. Der Mann gebe die Tat grundsätzlich zu, schreibt dazu die NZZ, er bestreite aber die Höhe der veruntreuten Gelder. Das sollte auch stimmen, denn aus hier nicht näher zu beschreibenden Michelin-Kreisen war zu hören, dass der Schaden weitaus, konkret: um ein Mehrfaches, höher ausfalle.

Die Untersuchung läuft noch und eine besondere Schwierigkeit liegt darin, dass der ungetreue Ex-Mitarbeiter sein Unwesen über viele Jahre treiben konnte ohne aufzufallen. Beim Rechnungsabschluss im vergangenen März fielen den Verantwortlichen gröbere Unregelmäßigkeiten auf. Zunächst glaubte man noch, der betroffene Mitarbeiter habe sich einfach grobe Fehler erlaubt.

“Mitte April entließen wir ihn deswegen”, bestätigte der Direktor von Michelin Schweiz in Givisiez, Charles Aeby. Ende April kam dann heraus, dass der ehemalige Angestellte nicht einfach schlampig gearbeitet hatte, sondern offenbar Geld veruntreut hat. Der 58-jährige Mann war vor seiner Entlassung seit den frühen 90er Jahren für Michelin tätig.

 Während der Schweizer Manager relativ umfassend Fragen der Schweizer Presse beantwortete, gibt man sich bei der eigentlich zuständigen Presseabteilung in Karlsruhe zugeknöpft. Kommunikations-Direktor Thomas Hermann erklärte auf Anfrage der Neue Reifenzeitung, die kommunizierten Details (Schaden von 1,5 bis 2 Millionen Franken, Red.) seien "absolut korrekt", weitere Details gebe es nicht.

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Kategorie: Markt

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