Titel in der Motorradlangstrecken-WM für Michelin und YART

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Nach dem 24-stündingen Bol-d’Or-Rennen in Magny Cours (Frankreich) steht der diesjährige Sieger der Motorradlangstreckenweltmeisterschaft der Fédération Internationale de Motocyclisme (FIM) bereits vorzeitig fest: Vor dem letzten Lauf der Endurance-Serie am 14. November in Katar, wo die Piloten „nur“ acht Stunden auf die Strecke müssen, kann niemand mehr dem Yamaha Austria Racing Team den Gesamtsieg streitig machen. Zusammen mit den Österreichern kann sich allerdings auch Michelin über den WM-Titel freuen, denn der Hersteller ist Reifenausrüster des erfolgreichen Rennstalls. Die Franzosen werten den Titelgewinn als Lohn der von den Michelin-Technikern während der Saison geleisteten herausragenden Entwicklungsarbeit, führen ihn darüber hinaus jedoch zugleich vor allem auch auf die Wettbewerbsfähigkeit und die Expertise des Yamaha-Partnerteams zurück.

„Für Michelin ist der Gewinn des Titels in der diesjährigen Langstrecken-WM sehr befriedigend“, freut sich Jean-Philippe Weber, der bei Michelin für die Motorradrennaktivitäten des Herstellers verantwortlich zeichnet. „Der Erfolg ist allerdings nicht nur auf die Qualität der Reifen von Michelin und die Arbeit seiner Techniker zurückzuführen, sondern auch auf das Savoir-faire unseres Partners Yamaha Austria Racing Team und dessen herausragende Leistungen während des ganzen Jahres. Das YART-Engagement und unsere enge Beziehung haben die offene Zusammenarbeit beider Seiten erst ermöglich, die letztlich zum Titelgewinn geführt hat“, so Weber weiter. Deswegen sei es umso bedauerlicher, dass es das Team beim jüngsten Rennen in Frankreich nicht aufs Podium geschafft habe.

Nicht ganz optimal lief es in Magny Cours auch für Michelin Power Research Team. Zwar fuhr der man als Zweiter über die Ziellinie, doch wegen eines zu großen, also nicht regelkonformen Tanks der eingesetzten Honda wurden dem Rennstall 40-Strafrunden aufgebrummt, sodass man auf den zehnten Rang zurückfiel. „Wir haben das Volumen des Tanks, den wir erst kurz vor dem Rennen neu erhalten hatten, vorher nicht überprüft. Das war ein Fehler, und es tut mir für das gesamte Team sehr leid. Es hat fantastische Leistungen gezeigt, konnte aber die Lorbeeren dafür nicht ernten“, meint Weber. Seinen Worten zufolge hat die FIM Michelin zwar darauf hinwegwiesen, dass man binnen einer gewissen Frist Einspruch gegen das Urteil der Rennkommissare einlegen könne. „Aber das werden wir nicht tun, wir akzeptieren die Strafe“, sagt der Michelin-Motorradrennmanager.

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