Ceat Tyres mit Optimismus und Gewinnen ins Jahr 2009

Ceat Tyres ist das Flaggschiff der indischen RPG-Gruppe mit mehr als zehn Millionen produzierten Reifen pro Jahr und Exporten in etwa 110 Länder, darunter Nordamerika, Europa, Afrika und weite Teile Asiens. Mit Produktionsstätten in Mumbai, Nasik und Sri Lanka werden Ceat-Reifen von etwa 3.500 Händler vertrieben; der Hersteller betreibt 33 regionale Büros und etwa hundert Logistikzentren. Bei einem Nettogewinn von 602 Millionen Rupien (rund neun Millionen Euro) und einem Umsatz von 6,74 Milliarden Rupien (rund hundert Millionen Euro) erzielte Ceat in diesem Jahr mit beiden Kennzahlen Quartalsspitzenwerte für die jährlich 230 Milliarden Rupien (rund 3,43 Milliarden Euro) starke Reifenindustrie Indiens. Wachstum ist bei einem stetigen Zuwachs um die Zehn-Prozentmarke im aufblühenden Indien kein Thema, Entwicklung und Radialisierung des Marktes schon eher.

Bislang verzeichnet die indische Reifenproduktion den größten Umsatz im Nutzfahrzeugsektor – anders als in Europa und den Vereinigten Staaten. Daher sind die von Arnab Banerjee, Leiter der Vertriebs- und Marketingabteilung bei Ceat, angekündigten Investitionen in den Zweirad- und Pkw-Reifenbereich durchaus nachvollziehbar. Sechs- bzw. vierfache Wachstumsraten erwarte man in den kommenden Jahren in diesen Marktsegmenten, die derzeit Marktanteile von nicht einmal fünf Prozent des führenden Herstellers ausmachen. Währenddessen kündigt sich im Binnenmarkt nun ein Kampf mit Michelin und Bridgestone an, die ihren Weg in den indischen Handel gefunden haben und auch von den Topmarken Chinas droht Konkurrenz.

Obwohl Schätzungen zufolge Indien im Jahr rund 200 Milliarden Rupien (etwa drei Milliarden Euro) Treibstoffkosten durch die vollständige Radialisierung der Reifenindustrie sparen könnte, geht die Umstruktierung noch immer schleppend voran. Die notwendigen Invesitionen sind Ceat zufolge sehr hoch, zu hoch auch die stetig wachsende Nachfrage für Lkw- und Busreifen, die von den Herstellern überhaupt nicht gemeistert werden kann.

Verpasst hat die Industrie eine frühe Aufklärung der Bauern. Während die Liquidität der Farmer zunehmend steigt, hätten hier auch die Umsätze von Radialreifen dementsprechend wachsen können. Tatsächlich weist nur bei Transportfahrzeugen der Absatz von Radialreifen bessere Ergebnisse auf als die mittlerweile veralteten Diagonalreifen.

Vergessen ist der Umsatzrückgang des vergangenen Jahres nach den guten Verkaufszahlen im ersten Quartal des laufenden Gesschäftsjahres. Gerade im Export waren die Verkäufe um bis zu 40 Prozent in allen Produktionssegmenten eingebrochen. Das Sommerquartal – traditionell äußerst verkaufstark – lässt ähnlich hohe Gewinne sowohl in ländlichen als auch in städtischen Gebieten erhoffen. Ähnlich optimistisch sieht die Lage im Offroadreifenmarkt aus, der vor allem durch die Förderminen in China und Indien profitiert.

Die positive Entwicklung Indiens schreitet voran und Ceat hat sowohl die Kapazität als auch den Willen, in die relevanten Bereiche zu investieren.

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