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ATU streicht Mitarbeiterprämien, garantiert aber Jobs in Deutschland

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Der Gesamtbetriebsrat von ATU hat mit der Geschäftsleitung eine neue Gesamtbetriebsvereinbarung für Deutschland geschlossen, in deren Mittelpunkt die Sicherung der rund 12.000 Arbeitsplätze in den 600 deutschen Filialen steht. Es wird in diesem Jahr keine betriebsbedingten Kündigungen in den Filialen geben, so Pressesprecher Markus Meißner gegenüber der NEUE REIFENZEITUNG. Gleichzeitig müssen die Mitarbeiter in den Filialen, die bisher einen nicht unerheblichen Teil ihres Einkommens über eine monatlich freiwillig vom Unternehmen gezahlte Prämie bekommen haben, in der Zeit vom 1. Juli bis zum 31. Dezember dieses Jahres auf die Prämienzahlung verzichten. Im Gegenzug dazu wird aber jeder Mitarbeiter in den Filialen ab dem 1. August eine Gehaltserhöhung von 100 Euro erhalten. Urlaubsgeld für das laufende Jahr sei bereits gezahlt, so Meißner weiter. Und im Rahmen der neuen Gesamtbetriebsvereinbarung werde ebenfalls das Weihnachtsgeld 2009 garantiert.

Ab dem kommenden Jahr soll die alte Prämienregelung wieder eingeführt werden; die Zahlungen werden allerdings jeweils um 100 Euro (um die das Grundgehalt nun angehoben wird) verringert. Bei einer deutlichen wirtschaftlichen Verbesserung plane man, die Prämienkürzung wieder zurückzunehmen oder sie zumindest zu verringern. „Durch diese Vereinbarung wird ATU auf ein noch stabileres Fundament gestellt“, so der Pressesprecher weiter. Aus dem ATU-Mitarbeiterkreis ist indes zu hören, dass sich durch die Neuregelung der Prämienzahlungen insbesondere die Leistungsträger im Unternehmen benachteiligt fühlen, denn ihnen geht ein relativ gesehen höherer Anteil ihres Nettoeinkommens verloren als den Mitarbeitern in schwachen Filialen. Leistung und Einsatz für ATU lohne sich nicht mehr, wird von den Betroffenen kritisiert.

Vor einer Woche hatte die NEUE REIFENZEITUNG berichtet, dass die Werkstattkette mit Sitz im bayerischen Weiden ihren Kreditverpflichtungen nicht nachkommen könne und folglich weitere gravierende Sparmaßnahmen anstünden. Dies, so Pressesprecher Markus Meißner heute, sei „definitiv falsch. Wir erfüllen alle Kreditbedingungen.“

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