BBS weiterverkauft, CEO Dumarey tritt zurück

Die diversifizierte Holding „Punch International nv“ (St-Martens-Latem/Belgien) verkauft einen Großteil ihrer Automotive-Sparte – darunter den Hauptumsatzbringer BBS – an ihren größten Gesellschafter Creacorp nv. Der CEO des Konzerns Guido Dumarey tritt mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück und übergibt es an den bisherigen Managing Director und CFO von Punch Wim Deblauwe. Dumarey bleibt Chairman des Aufsichtsrates, neuer Punch-CFO wird der bisherige Controller Frederik Strubbe.

Neben BBS wird auch Punch Metals an Creacorp übertragen, die Transaktion beinhaltet einen Buchverlust von 48 Millionen Euro. Im Gegenzug verbleiben die Markenrechte an BBS bei Punch und übernimmt Creacorp diverse Verpflichtungen: So steht man für Miet- und Leasingverpflichtungen bei den beiden Verkaufsobjekten ein, für Verpflichtungen gegenüber Lieferanten und gegenüber dem sich im Insolvenzverfahren befindlichen weltgrößten Räderhersteller Hayes Lemmerz wegen der Übernahme von dessen Aluminiumräderproduktionsstätte in Gainesville (Georgia/USA), was allein mit fünf Millionen Euro zu Buche schlägt. Darüber hinaus zahlt Creacorp Lizenzgebühren für die Nutzung des Markennamens BBS.

Dumarey – der dem Unternehmen seit 1997 vorsteht, als es noch nicht börsengelistet war – geht in einer Presseerklärung ausführlich auf den Vorgang ein und übernimmt die Verantwortung für die schwierige wirtschaftliche Lage, in die er das Unternehmen geführt hat, und wolle das Unternehmen vor finanziellen Problemen schützen. Der Einstieg ins Automotive-Geschäft (und damit die Übernahme von BBS, d. Red.) sei in hohem Maße auf seine persönlichen Interessen zurückzuführen. Dieser Einstieg sei in der Rückschau gesehen falsch gewesen, aber niemand habe solch eine Krise und speziell für den automobilen Bereich vorhersehen können. Als ein führender Anteilseigner der übernehmenden Creacorp wolle er sich auf dessen weitere Entwicklung konzentrieren.

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