2hm: Teilehandel sieht Bedrohung durch Kfz-Onlineshops

Ein Viertel fühlt dadurch die vorhandene Kundenbeziehung gestört. Mehr als genug Sorgen für die Zukunft des Kfz-Teilehandels und gleichzeitig auch für den gesamten freien Aftermarket: angefangen von den Kaufkrafteinbußen der Autofahrer, dem Ersatzbedarfsverlust durch die Abwrackprämie sowie die Bestrebungen der Autohersteller ihre Kunden durch Servicepakete in ihrem Netz zu binden. Nun mache dem Teilehandel auch vermehrt die zunehmende Konkurrenz durch Onlineshops zu schaffen, schreibt die Strategieberatung 2hm & Associates (Mainz). Denn allein bei Google tauchen auf mehreren Seiten entsprechende Anbieter auf. Die Verlagerung von Überkapazitäten der Teilehersteller auf den Ersatzmarkt verschärfe den Preisdruck darüber hinaus.

Online-Angebote verschärfen den Preisdruck

Lediglich ein Viertel des Teilehandels sieht sich nicht durch die Angebote von Online-Shops gefordert, wie 2hm im Rahmen einer eigenen Studie herausfand. Dagegen ist die Hälfte der befragten Betriebe der Meinung, dass durch das vermehrte Angebot im Web die Preisorientierung der Kunden bzw. Autofahrer zunehmen wird. Dabei stellt man sich die Frage, ob dieses Überangebot nicht zu Lasten der Qualität der einzubauenden Teile geht. Gerade die Berücksichtigung von Originalteilen, die bei der Fahrzeugherstellung Verwendung gefunden haben, bietet ein Höchstmaß bei der Reparatur an Sicherheit sowohl für die Werkstatt als auch für den Autofahrer. Es ist deshalb die Aufgabe der Premiumteilehersteller, die Abnehmer so kompetent aufzustellen, dass sie in der Lage sind, sich mit ihren Marken zu behaupten.

Onlineangebote stören die traditionelle Kundenbeziehung

Immerhin ein Viertel der Teilehändler beklagt sich, dass deren Beziehung zu ihren Kunden durch die OnlinsShops gestört wird. Was sind die Gründe, wenn sich Kunden für neue Bezugsquellen interessieren? Liegt es daran, dass Serviceleistungen immer mal wieder aus Gründen der Kostenersparnis zurückgefahren werden? Der Teilehandel befindet sich in einem Verdrängungswettbewerb und kann es sich nicht leisten, ohne Strategie die Herausforderungen zu bewältigen. Die Branche befindet sich in einer anhaltenden Konsolidierungsphase, dabei zeigt auch die Untersuchung, dass diejenigen Händler mit einem Werkstattsystem geringere Probleme mit Onlineangeboten haben.

„Gerade in einer Rezession sollte auf eine ausgeprägte Kundenorientierungskultur im Unternehmen geachtet werden“, empfiehlt Hans Herrmann, Berater bei 2hm. So zeigen die Ergebnisse aus zahlreichen Projekten bei Kunden, dass sich die Anstrengungen für eine hohe Kundenbindung auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten entsprechend auszahlen. Der Wettbewerbserfolg werde dann gewiss sein.

0 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

An Diskussionen teilnehmen
Hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.