Continental: Clairoix-Sozialplan noch nicht beschlossen

Offenbar hat es sich bei der gestern von zahlreichen Medien verbreiteten Meldung, die Continental und die Gewerkschaften hätten sich auf einen Sozialplan für die Mitarbeiter des von der Schließung bedrohten Reifenwerkes in Clairoix geeinigt, um eine voreilige Falschmeldung gehandelt. Es hat noch keine Entscheidung gegeben, heißt es nun vonseiten des deutschen Reifenherstellers, der damit auch deutlich macht, dass eine Zahlung von 50.000 Euro – wie berichtet – an jeden der 1.120 Clairoix-Mitarbeiter nicht vereinbart sei. Die Continental wolle erst über Zahlen reden, so ein Sprecher gegenüber der NEUE REIFENZEITUNG, wenn eine Übereinkunft über den Sozialplan gefunden wurde. Dies könnte am Freitag dieser Woche der Fall sein. „Wir haben unsere Vorschläge bezüglich der wichtigsten Punkte des Sozialplans beträchtlich nach oben nachgebessert und dadurch gleichzeitig unsere Bereitschaft bekundet, einen konstruktiven sozialen Dialog im Interesse der Mitarbeiter zu führen“, so Dr. Thomas Winkelmann, der als Personalleiter für das Pkw-Reifen Ersatzgeschäft in Europa und Afrika das deutsche Continental-Management repräsentiert, in einer Pressemitteilung.

Ziel des von Continental vorgeschlagenen Beschäftigungssicherungsplans sei es, den Mitarbeitern die Zeit und Möglichkeiten für die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz oder für eine berufliche Neuorientierung zu verschaffen, ohne Zeitdruck zu haben, heißt es dort weiter. „Wir haben die Möglichkeiten erörtert, die Dauer des beruflichen Wiedereingliederungsurlaubs zu verlängern, damit die Mitarbeiter mehr Zeit für eine erfolgreiche Suche nach einer beruflichen Umstellung haben, und damit sie während dieser Zeit in den Genuss von Leistungen einer speziellen Arbeitsvermittlung kommen“, ergänzt François Gérard, Direktor von Continental France. „Um dieses Instrumentarium voll entfalten zu können, müssen wir jetzt mit den Gewerkschafts-vertretern ergänzende finanzielle Hilfen in den Bereichen der Mobilität, Ausbildung, Stellensuche und Unternehmensgründung erörtern. Dies werden dann auch die Themen der nächsten Verhandlungsrunde am kommenden Freitag, dem 5. Juni sein“, so Gérard weiter.

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