Auto-Auktion von Pneu Egger und Otto Ineichen

Bei einem getunten Sportwagen im Wert von rund 34.000 Franken mehr als 10.000 Franken sparen – wie geht das? Jacqueline Suter aus Domat Ems (Schweiz) hat kürzlich vorgeführt, wie man sich ein solches Angebot angelt. Auf der Schweizer Online-Plattform ricardo.ch versteigerte Pneu Egger einen Suzuki Swift Sport. Den Auktionsreinerlös übergab der Reifenhändler an die von Nationalrat Otto Ineichen ins Leben gerufene Stiftung „Speranza“. Diese Organisation setzt sich seit 2006 dafür ein, dass junge Menschen nach der Schule oder Lehre nicht auf der Straße stehen.

In einer spannenden Auktion wurde um den von Pneu Egger getunten Suzuki Swift 1.6 Sport gebuhlt. Das Rennen gegen mehrere hundert Bieter hatte schließlich eine junge Bündnerin gemacht. Ihr Rezept war ganz einfach: Jacqueline Suter aus Domat Ems hatte die Versteigerung auf ricardo.ch zuerst nur beobachtet und ist dann wenige Tage vor dem Auktionsschluss eingestiegen. Der Hammer fiel bei der von über 10.000 Personen verfolgten Auktion bei 23.046 Franken.

Sportliche Autos und speziell die Marke Suzuki begleiten die 27-Jährige schon seit Jahren auf ihrem privaten und beruflichen Weg. Der Bruder der Autoersatzteilverkäuferin betreibt eine Garage im benachbarten Trimmis und ist erfahrener Suzuki-Spezialist. Jacqueline Suter, die laut ihren Angaben mit Autos aufgewachsen ist, hatte bisher fast ausschließlich Autos der  erwähnten japanischen Marke gefahren – ihren aktuellen Suzuki Baleno will sie nun durch den extravaganten Swift ersetzen. Kein Wunder, denn der mit einem verbrauchsarmen 1.6 Liter Benzinmotor ausgerüstete Sportler kann sich sehen lassen: Sein KW-Gewindefahrwerk INOX V3, die 18“ Barracuda Voltec Alu-Kompletträder, die tiefer gelegte Karrosserie und das PowerPedal TuneKit wecken allerseits Emotionen.

Im Rahmen der Fahrzeugübergabe bedankte sich Nationalrat Otto Ineichen als Vertreter der Stiftung Speranza bei Jacqueline Suter und Pneu Eggers Werbeleiter Simon Müller. Er freute sich einerseits für die großzügige Spende aus dem Auktionserlös. Andererseits aber auch über die Chance, dank der Auktion in der Öffentlichkeit das Verständnis für die Problematik der Integration junger Menschen ins Erwerbsleben näher zu bringen.

Laut Otto Ineichen steigt die Notwendigkeit von wirksamen Projekten für Jugendliche im Anschluss an die Schule oder eine Berufslehre rasant. Bis zum Jahr 2011 hat die Stiftung Speranza konkrete Ziele: als erstes die Schaffung von jährlich 2000 Ausbildungsplätzen für schulisch Schwächere. Darüber hinaus sollen ausgesteuerte 19- bis 25-Jährige wieder in den Arbeitsprozess zurückgeführt werden. Als drittes soll kein Jugendlicher mehr nach dem Lehrabschluss ohne eine Anschlusslösung dastehen. Zu dieser Problematik rollt in den nächsten Tagen eine Kampagne an, welche speziell für KMU mit Lehrabgängern eine E-Mail-Hotline mit Beratung unter lehrabgaenger@stiftungsperanza.ch anbietet.

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