Lanxess begrüßt EU-Entscheidungen für umweltfreundliche Reifen

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess AG, weltweit führender Produzent von Synthesekautschuken und Kautschukchemikalien, begrüßt die jüngsten Entscheidungen des EU-Parlaments, umweltfreundliche und sichere Fahrzeugreifen gesetzlich festzuschreiben. Die Verwendung umweltfreundlicher Reifen führt auf Europas Straßen zu einer deutlichen Reduzierung der CO2-Emissionen. „Mit unseren modernen Hochleistungskautschukprodukten ermöglichen wir es der Reifenindustrie bereits jetzt, die hohen Anforderungen der EU an umweltfreundlichere und sichere Pneus zu erfüllen“, sagt Axel C. Heitmann, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Durch die neuen Regelungen geht Lanxess von einem nachhaltig positiven Impuls für die europäische Reifenindustrie und für das Leverkusener Spezialchemie-Unternehmen als einem der führenden Zulieferer aus.

Umweltfreundliche Reifen, die aus Hochleistungskautschuken von Lanxess produziert werden, weisen einen niedrigeren Rollwiderstand auf und sparen dadurch Kraftstoff. Der geringere Kraftstoffverbrauch wiederum senkt den Kohlendioxidausstoß und schont die Umwelt. Wären alle Fahrzeuge mit solchen Reifen ausgestattet, könnten in Europa jährlich rund sechs Milliarden Liter Treibstoff und etwa 15 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß eingespart werden. „Unsere innovativen Technologien tragen aber genauso dazu bei, dass energiesparende Reifen sicher und langlebig sind“, erläutert Werner Breuers, Vorstandsmitglied der Lanxess AG, weitere Vorteile. Die Hightech-Materialien ermöglichen es, das „Magische Dreieck“ der Reifentechnologie zu erweitern und einen geringen Laufwiderstand mit guter Nassrutschfestigkeit – das heißt mit geringem Bremsweg – und langer Laufleistung zu kombinieren.

Als ein führender Anbieter von innovativen Hightech-Kautschuken setzt Lanxess auf Forschung und Entwicklung. Funktionalisierte Kautschuke spielen bei umweltfreundlichen Reifen eine zentrale Rolle: Eine Möglichkeit zur Optimierung ist beispielsweise der intelligentere Einsatz des Füllstoffs Kieselsäure in den Laufflächen der Reifen – und zwar durch eine Verbesserung der Kieselsäureverteilung in der Gummimischung.

In so genannten Solution-Styrene-Butadiene-Kautschuken (SSBR) der neuesten Generation, die sich bei Lanxess momentan in der Entwicklung befinden, kann der Füllstoff Kieselsäure noch einmal deutlich effektiver in das Kautschuknetzwerk eingebunden werden. Dadurch können die Laufleistung gesteigert, die Haftung auf der Fahrbahn verbessert, der Rollwiderstand reduziert und der Abrieb der Pneus gesenkt werden. Das liefert übrigens schon heute Kautschuke mit umweltfreundlichen Verarbeitungsölen an die Reifenhersteller und erfüllt damit bereits jetzt die ab 2010 geltenden Umweltbestimmungen der Europäischen Union.

Darüber hinaus bewirken Butylkautschuke von Lanxess für Reifenschläuche oder für die innere Gummischicht von schlauchlosen Reifen, dass der Reifen die Luft hält. Denn der richtige Reifendruck trägt dazu bei, Kraftstoff zu sparen und den CO2-Ausstoß zu verringern. Er erhöht außerdem die Sicherheit.

Ein weiteres Beispiel für umweltschonendere Reifen liefern auch die Kautschuk-Chemikalien von Lanxess: Der Zusatzstoff Vulcuren sorgt etwa dafür, dass die Laufflächen der Reifen auch unter Höchstbeanspruchung langsamer verhärten und altern. Damit behält der Reifen konstantere Nass- und Trockenrutscheigenschaften während seiner Lebensdauer.

Ein neues Produkt von Lanxess für Reifenlaufflächen, die Kieselsäure enthalten, heißt Nanoprene. Durch den Einsatz dieses innovativen Hochleistungs-Gummi-Zusatzes wird der Abriebwiderstand deutlich verbessert. Das Additiv verlängert die Lebensdauer der Reifen um 15 Prozent, steigert ihren Grip um den gleichen Faktor und verringert auch den Rollwiderstand. Der Clou dieser Entwicklung ist die geringe Größe und die Oberflächenfunktionalität der Nanoprene-Partikel. Chemisch gesehen besteht dieses Additiv, das in einem hochspezialisierten Produktionsverfahren hergestellt wird, aus lediglich rund 50 Nanometer großen Teilchen eines Gummigemisches. Die Nanoteilchen tragen an ihrer Oberfläche spezielle „Ankerstellen“, über die sie mit dem Füllstoff Kieselsäure, auch als Silica bezeichnet, in Wechselwirkung treten – ein bedeutender Entwicklungssprung in der Reifenherstellung.

Lanxess hat im vergangenen Jahr rund ein Viertel seines Gesamtumsatzes mit Kautschukprodukten für die Reifenindustrie erzielt und liefert nahezu allen internationalen Reifenherstellern Kautschuke, Weichmacher, Vernetzungs- und Alterungsschutzmittel sowie Vulkanisationsbeschleuniger.

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