GPX: „Enorme Zuwächse beim Umsatz“

Laut GPX International Tire – einem der weltweit führenden Industrie- und Agrarreifenspezialisten – habe man sich jüngst insbesondere um die Präsenz auf den asiatischen Reifenmärkten gekümmert und hier „enorme Zuwächse beim Umsatz“ erzielt, so Neil Ganz, Executive Vice President des Unternehmens während der Tyrexpo Asia. Folglich habe man auf der Singapurer Reifenmesse erneut ausgestellt, um die wachsenden Beziehungen zur regionalen Kundschaft weiter auszubauen. Im Mittelpunkt der Gespräche am Messestand standen dabei zwei Themen. Einerseits waren dies die Innovationen bei Industriereifen, die GPX in Singapur vorstellen konnte; andererseits aber natürlich die neue „strategische Partnerschaft“ mit Trelleborg in Europa.

Seit einigen Jahren schon produziert und vermarktet GPX International Tire Vollgummi-Industriereifen unter der Marke „Brawler“. Gerade dort, wo solche Reifen extremen Belastungen und Abnutzungen ausgesetzt sind, etwa beim Handling von Altmetallen und Ähnlichem, sind hochresistente Mischungen und besondere Profildesigns notwendig. Dies könne die Produktserie Brawler durchaus liefern. Darüber hinaus bietet GPX International Tire seit kurzem eine besondere zweiteilige Radkonstruktion an, mit der mittels eines Adapterringes das Rad leicht auch auf andere Fahrzeuge umgesteckt werden könnte, ergänzt General Manager Phil Fitzgerald. Zweiteilige Räder inklusive der Adapterscheibe sind aktuell für den profillosen Vollgummireifen „Brawler HD“ und den „Brawler Solidflex HD“ in 25 Zoll erhältlich.

Mit Blick auf die „strategische Partnerschaft“, die GPX International Tire und Trelleborg Wheel Systems aus Schweden im März eingegangenen waren, sagte Executive Vice President Neil Ganz im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG, dass man sich dadurch „mitteilfristig ein starkes Wachstum“ verspreche. Allein innerhalb der kommenden zwei Jahre hoffe man auf eine Verdreifachung des Umsatzes in Europa. Dass man dem schwedischen Unternehmen den Vertrieb von pneumatischen Reifen der Marke „Galaxy“ in 25 Ländern Europas überlasse, bedeute keinen Rückzug aus Europa, machte Ganz die Situation deutlich. Im Gegenteil. Der eigene Aufbau eines umfassenden Vertriebsnetzwerkes auf den europäischen Ersatzmärkten für Landwirtschafts-, Forst-, Industrie- und EM-Reifen wäre überaus kostspielig gewesen. Trelleborg hingegen habe bereits knapp 200 Verkäufer in den Märkten fest etabliert. Darüber hinaus werde sich Trelleborg künftig auch um die zahlreichen OE-Aktivitäten des US-amerikanischen Partners in Europa kümmern. Die Vermarktung von Vollgummireifen in Europa werde GPX unterdessen auch weiterhin selber organisieren, so Neil Ganz.

Sollten sich die ehrgeizigen Ziele auf dem europäischen Markt erfüllen, könne das letzten Endes auch an der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise liegen. Neuerdings habe GPX International Tire in der eigenen Fabrik in China – die Reifenfabrik in den USA wurde im vergangenen Juli geschlossen – eben entsprechende Kapazitäten frei, um Trelleborg mit genügend Galaxy-Reifen versorgen zu können. Darüber hinaus habe man soeben die dritte Ausbaustufe der von Starbright übernommenen Fabrik in China (Provinz Hebei) fertiggestellt. Die Versorgung der Märkte dürfe demnach kein Problem darstellen, erläutert Phil Fitzgerald. Außerdem baue GPX derzeit sein Sales-Team für Vollgummireifen in Europa weiter auf. Und zu guter Letzt verweist der General Manager noch auf neue Hafenreifen, die ab Juni in Europa eingeführt werden sollen. Alles in allem sehe man der Zukunft – trotz Krise – durchaus gelassen entgegen.

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