BKT kündigt weiter Großinvestition an

Wenn ein Unternehmen rund 95 Prozent seiner Umsätze auf Exportmärkten erzielt, ist es gut beraten, sich auf internationalen Messen sehen zu lassen. Dieser Ansicht ist man auch bei Balkrishna bzw. BKT, der zentralen Geschäftseinheit der indischen Siyaram Poddar Group. Insbesondere während der vergangenen zwei Jahre konnte der Hersteller von Landwirtschafts-, EM-, Industrie-, ATV- und Kleinreifen seinen Marktanteil in Asien deutlich ausbauen. Wie Executive Director Anurag Poddar im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG während der Tyrexpo Asia erläutert, sehe der eigene Marketingplan eine weitere Umsatzsteigerung in Asian vor. Mit der Präsentation während der Messe in Singapur des ersten Stahlgürtelradialreifens für Erdbewegungsmaschinen, der in einer indischen Fabrik produziert wurde, hat Balkrishna Industries noch einmal ein besonderes Ausrufungszeichen hinter die großen Ambitionen des indischen Unternehmens auf den asiatischen Märkten gesetzt.

Laut Anurag Poddar sei die Tyrexpo Asia „die richtige Plattform, um das Wachstum unseres Unternehmens in Asien voranzubringen“. Man treffe dort zu allererst auf bestehende Kunden. Aber viel wichtiger sei dem Executive Director dabei, die Messe ganz gezielt zur Markenpositionierung zu nutzen; BKT befasse sich erst seit einigen Jahren intensiv mit den Möglichkeiten des modernen Marketings in Bezug auf die Etablierung eines Markennamens.

Ein Markenname allein sei aber nicht ausreichend, um am Markt erfolgreich zu sein. Viel wichtiger sei es, die richtigen Produkte in der richtigen Qualität bieten zu können. Um dies gewähren zu können, investiere das Balkrishna Industries kontinuierlich in den Ausbau der Produktionskapazitäten und die Modernisierung der Fabriken. Erst im vergangenen August hatte das Unternehmen die neue EM-Reifenfabrik im Bundesstaat Gujarat nach mehrjähriger Planungs- und Bauzeit eingeweiht. Nur kurze Zeit später im Dezember wurde dann die neue EM-Reifenmarke „BKT Earth Max“ präsentiert, der erste Stahlgürtelradialreifen für Erdbewegungsmaschinen aus indischer Fertigung. Insgesamt habe Balkrishna Industries rund 30 Millionen US-Dollar in die Fabrik und das „Top-of-the-Line-Equipment“ investiert. Verfügbar sind diese neuen EM-Reifen in Dimensionen zwischen 25 und 35 Zoll, decken demnach auch in Europa gebräuchliche Dimensionen gut ab, so Anurag Poddar weiter.

Wie der Executive Director weiter ausführt, verfolge das Unternehmen derzeit sogar Pläne für eine weitere, vierte Reifenfabrik in Indien. Mit den dort entstehenden Kapazitäten wolle man insgesamt die Produktion des Unternehmens steigern; die Fabrik werde nicht ausschließlich einem speziellen Produkt (wie etwa EM-Reifen) gewidmet. Offenbar wirkt sich die globale Finanz- und Wirtschaftskrise aber auf den Baubeginn der neuen Fabrik aus. Ursprünglich hatte man mit dem 200-Millionen-Dollar-Projekt bereits im Laufe dieses Jahres beginnen wollen, so Poddar. Dies sei nun aber um bis zu zwölf Monate verschoben worden. Es sei nicht so, dass der Markt für Landwirtschaftsreifen übermäßig unter Druck gerate in der aktuellen wirtschaftlichen Situation, geerntet werde schließlich immer. Dennoch wolle Balkrishna Industries wie auch andere Unternehmen lieber auf Nummer sicher gehen, von den Finanzierungsmöglichkeiten in Zeiten restriktiver Kreditvergaben einmal ganz zu schweigen.

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