BBS-Muttergesellschaft Punch von der Automobilkrise schwer getroffen

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Der belgische Mischkonzern Punch International nv (St-Martens-Latem) hat im letzten Jahr den Konzernumsatz um knapp drei Prozent auf 341,5 Millionen Euro und auch den Nettogewinn von 28,5 auf 43,3 Millionen Euro gesteigert, überschreibt die Bilanz des Jahres 2008 aber doch damit, ein schwieriges Jahr abgeschlossen zu haben und hart von der Automobilkrise getroffen worden zu sein. Die „Motive“-Sparte, zu der der Aluminiumräderhersteller BBS gehört, trug im letzten Jahr 41,7 Prozent zum Konzernumsatz bei. Innerhalb der „Motive“-Sparte stand BBS wiederum ziemlich genau für die Hälfte der Umsatzes.

Im BBS-Geschäftsjahr 2008 sind die beiden herausragenden Ereignisse erstens der Kauf des Aluminiumräderwerkes von Hayes Lemmerz in Hoboken (Belgien) und zweitens, dass es kurz darauf geschlossen werden musste. Inzwischen ist BBS von der Krise der Automobilindustrie voll in Mitleidenschaft gezogen und hat unlängst angekündigt, ein Drittel der Belegschaft – 150 von 450 – abbauen zu müssen, weil im vierten Quartal 2008 die Umsätze um etwa 50 Prozent eingebrochen sind.

Dass BBS innerhalb der Punch-Gruppe in 2008 den Umsatz von 37,8 Mio. auf 79,4 Millionen Euro in etwa verdoppeln konnte, hängt damit zusammen, dass der belgische Konzern die beiden ersten Quartale 2007 noch nicht in das Geschäftsergebnis einrechnen konnte. Inwieweit BBS dazu beigetragen hat, dass die Sparte Motive beim Nettoergebnis von einem Plus in Höhe von 14,9 Millionen Euro in 2007 auf ein Minus in Höhe von 17,8 Millionen Euro abgerutscht ist, kann der Präsentation der Jahresbilanz 2008 nicht entnommen werden.

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