Landwirtschaftsreifen knapp wie nie – Michelin bereinigt Sortiment

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Der Landwirtschaftsreifenmarkt in Nordamerika verlief im vergangenen Jahr für alle Beteiligten überaus positiv. Einziger Wermutstropfen: Die Verfügbarkeit von Reifen bei Herstellern und Händlern war reichlich knapp. Wie das Fachmagazin „Farm & Dairy“ schreibt, habe die Knappheit das ganze Jahr über angehalten, da die Nachfrage förmlich explodierte, so Tom Rodgers, Marketingmanager in der Division Landwirtschaftsreifen bei Firestone. Das Jahr war „phantastisch und nie dagewesen“, so Rodgers; Hersteller hätten mit der steigenden Nachfrage nicht standhalten können. Bei Bridgestone-Firestone im Werk in Des Moines (Iowa/USA) sei rund um die Uhr gefertigt worden, dennoch hätten sich die Lieferzeiten verlängert und der Lagerbestand minimiert. Diese Situation habe Kunden in der Erstausrüstung genauso hart getroffen wie den Reifenhandel. Auch Michael Burroughes, Marketingdirektor bei Michelin North America, bestätigt die Situation auf dem Landwirtschaftsreifenmarkt.

Das Jahr 2008 sei „frustierend“ für Kunden und Hersteller gewesen, da auch Michelin des Nachfrageüberhangs nicht Herr werden konnte, obwohl selbst in Europa (Spanien, Frankreich, Polen) die Produktion von Landwirtschaftsreifen erhöht wurde. Unterdessen hat Michelin im vergangenen Jahr das Sortiment im Bereich Landwirtschaftsreifen weiter vereinheitlicht. Nachdem die Marke BFGoodrich schon in 2007 als Landwirtschaftsreifen vom europäischen Markt genommen wurde, folgte ein entsprechender Schritt zum Ende des vergangenen Jahres nun auch in Nordamerika. Übrigens: Neben der Marke BFGoodrich hat der Michelin-Konzern in Europa zu Beginn dieses Jahres auch die Marke Kormoran als Landwirtschaftsreifen komplett aus dem Sortiment genommen, nachdem bereits Kormoran-Diagonalreifen im vergangenen Jahr aus dem Sortiment fielen. Und die Marke Kleber wird seit einiger Zeit nicht mehr in der europäischen Erstausrüstung angeboten, wie vonseiten Michelins gegenüber der NEUE REIFENZEITUNG bestäigt wird.

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