Insolvenzgeld für Edscha-Mitarbeiter bis einschließlich April gesichert

Die Löhne und Gehälter der rund 2.300 Edscha-Beschäftigten an den vier deutschen Standorten (Remscheid, Hengersberg, Hauzenberg und Regensburg) sind bis einschließlich April gesichert. Das dreimonatige Insolvenzgeld wird vorfinanziert. Das hat der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Jörg Nerlich den Beschäftigten des Automobilzulieferers mitgeteilt. Um die Löhne und Gehälter der im europäischen Ausland tätigen Edscha-Mitarbeiter zu sichern, soll Nerlich überdies einen Massekredit aufgenommen haben, mit dem die entsprechenden Entgelte bezahlt werden. Ziel in den kommenden Wochen sei es, den Geschäftsbetrieb fortzuführen und einen geordneten Investorenprozess vorzubereiten. “Die bisherigen Gespräche mit den Beteiligten, darunter Kunden, Lieferanten und Banken, verliefen trotz der allgemeinen Wirtschaftskrise, von der die Automobilbranche besonders getroffen ist, sehr konstruktiv”, sagt Nerlich. Die Beteiligten hätten ihre Unterstützung klar signalisiert. Der vorläufige Insolvenzverwalter sieht realistische Chancen, die Unternehmensgruppe an einen Investor verkaufen zu können und dabei Standorte und so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. Voraussetzung für den Verkauf sei allerdings die konsequente Umsetzung eines entsprechenden Sanierungs- und Restrukturierungskonzepts. “Dieses Konzept wird derzeit gemeinsam mit dem Vorstand der Edscha AG unter den Bedingungen der Insolvenz erarbeitet. Nach dem ersten Eindruck bin ich zuversichtlich, dass eine Sanierung gelingen wird”, so Nerlich.

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