Goodyear besinnt sich beim „Mondreifen“ der Geschichte

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Erst unlängst hatte Michelin unter dem Namen „Lunar Wheel“ einen luftlosen Reifen präsentiert, der an die hauseigene Entwicklung Tweel erinnert und der auf einem Mondfahrzeug der nächsten Generation – solch ein Projekt dürfte frühestens in zehn Jahren anstehen – montiert werden könnte. Das lässt Wettbewerber Goodyear nicht ruhen, schließlich hatten die Amerikaner bei der ersten Mission eines Mondfahrzeuges im Jahre 1972 die Bereifung des Mondfahrzeuges zur Verfügung gestellt. Doch erst einmal galt es, die damalige Reifenkonstruktion zu verstehen, die auf dem „Lunar Roving Vehicle“ (LRV) der drei Apollo-Einsätze 15, 16 und 17 montiert war.

Da das Original selbst nach wie vor auf dem Mond „parkt“ und damit nicht zugänglich, galt es erst einmal, irdische Exemplare des luftlosen Reifens aus der damaligen Zeit aufzutreiben: Dazu konnte man einen Reifen, der in einem Museum in Washington seinen Platz gefunden hat, untersuchen, aber auch zwei Exemplare, die inzwischen in den Ruhestand verabschiedeten Mitgliedern des damaligen LRV-Teams als Anerkennung für ihre Leistungen überlassen worden waren. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sind in die Herstellung von zwölf Replica-Reifen gemündet, die als Basis für die zweite Generation Mondreifen von Goodyear dienen könnten.

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