Letzte MotoGP-Reifentests vor der Winterpause

Ende November haben die letzten MotoGP-Reifentests vor der Winterpause stattgefunden – die nächsten dürfen gemäß Reglement dann erst wieder ab Anfang Februar (in Sepang/Malaysia) durchgeführt werden. Während in Jerez (Spanien) acht Teams bei vergleichsweise kühlen Temperaturen mit den derzeit weichsten Bridgestone-Mischungen der Reifenspezifikation für die Saison 2009 fuhren, waren in Philip Island (Australien) zwei Teams mit eher härteren Mischungen unterwegs, um bei deutlich höheren Streckentemperaturen die Langzeitstabilität der Rennreifen zu testen. Ziel dabei war für den Reifenhersteller, auf diese Weise Daten an beiden Enden des Temperaturspektrums sammeln zu können. „Für uns war wichtig, die Eignung der Reifen für die Rennen im kommenden Jahr zu bewerten – insbesondere mit Blick auf deren Arbeitsbereich“, erklärt Tohru Ubukata, Manager Motorradrennreifenentwicklung bei Bridgestone Motorsport, diese Vorgehensweise. Dabei wertet er es als positiv, nun das Feedback so vieler Fahrer – in Jerez und Philip Islands stiegen insgesamt 14 Piloten auf ihre Maschinen, und im nächsten Jahr fahren ja alle auf Bridgestone-Reifen – zu bekommen. Dies sei für das Unternehmen sehr nützlich, wenn es um die Weiterentwicklung der Reifen gehe.

Auch wenn dieses Thema derzeit noch nicht ganz oben auf der Prioritätenliste zu stehen scheint. „Verglichen mit der Situation, wenn man gegen einen anderen Reifenhersteller als Wettbewerber antritt, steht für uns als Alleinausrüster der MotoGP die Reifenweiterentwicklung nun nicht unbedingt im Fokus. Jedoch sind immer noch kleinere Anpassungen erforderlich, wie wir anhand der bei den jüngsten Tests und denen zuvor in Valencia gesehen haben. Obwohl wir die Entwicklung nun nicht mehr so vorantreiben wie zuvor, werden wir trotzdem weiter hart arbeiten. Eine unserer neuen Herausforderungen ist es, in der kommenden Saison genügend Reifen für das gesamte Fahrerfeld zu produzieren. Außerdem müssen wir an der Logistik feilen, um allen Teams einen guten und fairen Service bieten zu können. Das wird uns ganz schön beschäftigen”, so Ubukata, für den es eigenen Worten zufolge die größte Überraschung bei den jüngsten Tests gewesen ist, wie „positiv alle Fahrer auf unsere Reifen reagiert haben und wie schnell die Teams ihre Maschinen bzw. die Piloten ihren Fahrstil an die Reifen angepasst haben, selbst wenn sie zuvor noch gar nicht auf Bridgestone-Reifen gefahren sind“.

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