Bundesleistungswettbewerb der Vulkaniseurhandwerksjugend

Am 21. Oktober 2008 fand der diesjährige praktische Leistungswettbewerb der Vulkaniseurhandwerksjugend statt. Auf Einladung des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV, Bonn) kamen in den Berufsbildenden Schulen Burgdorf-Lehrte sieben Vulkaniseurgesellen zusammen, die sich zuvor als jeweilige Landessieger ihres Handwerks in zahlreichen Bundesländern qualifiziert hatten und nun in der Endausscheidung um den Bundessieger konkurrierten. 1. Bundessieger wurde Stanley Don (Landessieger Bayern in der Fachrichtung Reifen- und Fahrwerktechnik) von der Firma Nabholz Reifen und Fahrwerk-Service (Gräfelfing). Dahinter konnte sich Jan Rizhikh (Landessieger Niedersachen in der Fachrichtung Reifen- und Fahrwerktechnik) von der Firma point S Danger in Hameln plazieren, Severin Immler (Landessieger Bayern in der Fachrichtung Vulkanisationstechnik) von der Firma Reifen Immler (Immenstadt) belegte den Platz des 3. Bundessiegers.

Erstmals hatte die Bewertungskommission – bestehend aus den Praktikern Stephan Immler
(Vulkaniseurmeister, Reifen Immler, Immenstadt) und Dirk Hübener (Vulkaniseurmeister und Dipl.-Ing. (FH), Reifen Hübener, Wolfenbüttel) – einen Arbeitsauftrag formuliert, der aus zwei Teilen bestand. Dies war der Tatsache geschuldet, dass die neue Verordnung über die Berufsausbildung zum Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik den Auszubildenden die Wahlmöglichkeit zwischen den Fachrichtungen Vulkanisationstechnik und Reifen- und Fahrwerktechnik einräumt und somit auch der Arbeitsauftrag beiden Ausbildungsrichtungen gerecht werden musste.

Zum einen mussten die Teilnehmer einen Reifen, der einen Laufflächenschaden von circa sechs Millimeter in der Laufflächenmitte aufwies, unter Beachtung der Richtlinien für die Instandsetzung von Luftreifen und die Beurteilung von Reifenschäden in Stand setzen. Nach der Beurteilung, Bearbeitung, Vermessung, Reparatur und Fertigstellung des Reifens war dieser zu montieren und auszuwuchten (inklusive Rundlaufprüfung). Zum anderen war der Reifenaufbau im Bereich der reparierten Stelle durch abgestuftes Aufschneiden der Lauffläche bis zum oberen Seitenwanddekor freizulegen. Die reparierte Stelle musste sich zentrisch in der Mitte der zweiten Gürtellage befinden. Alle Arbeiten mussten ohne Verletzungen der restlichen Reifenteile durchgeführt werden. Der Arbeitsauftrag musste innerhalb von acht Stunden bewältigt werden. Maximal 100 Punkte waren für eine perfekte Leistung zu erreichen. Nach harter Arbeit und anschließender genauer Begutachtung und Bewertung der Werkstücke durch die Prüfer standen dann die Platzierzungen fest.

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