Felgenmarke Dotz wehrt sich gegen Felgenplagiatoren

Durch illegal kopierte Waren entsteht in Deutschland jährlich ein geschätzter wirtschaftlicher Schaden von bis zu 30 Milliarden Euro. Dennoch geht nach offizieller Statistik lediglich ein Viertel der Firmen gezielt gegen die Fälscher vor. „Wir lassen uns so einfach nicht ins Bockshorn jagen“, erklärt Norbert Frohner. Der General Manager ist bei der Alcar-Gruppe für die Felgenmarken Dotz, AEZ und Dezent zuständig. Zur jüngst zu Ende gegangenen Automechanika in Frankfurt ging er, lässt das Unternehmen in einer Pressemitteilung wissen, erfolgreich gegen die „Estauto International Corporation“ aus Taiwan vor, die in China produzieren lässt. Diese hatte eine Kopie der besonders charakteristisch geformten Hanzo im Angebot, die bei Dotz im Original bislang über 40.000 Mal verkauft wurde. „Ein echter Bestseller“, erklärt Frohner. Kurios: Die Alcar-Gruppe erhielt durch eine Unvorsichtigkeit der Nachahmer sogar noch eine Einladung zur Präsentation des Plagiats.

Durch die hausinterne Research-Abteilung hatte man am Firmensitz in Siegburg jedoch bereits weit früher von der Sache Wind bekommen und sofort eine einstweilige Verfügung gegen das illegale Imitat erwirkt. Bei Zuwiderhandlung drohen bis zu 250.000 Euro Ordnungsgeld. „Mit dem Gerichtsbeschluss konnten wir bereits am ersten Messetag mit massivem Aufgebot gegen die Fälscher vorgehen“, freut sich Frohner. Zusammen mit dem Frankfurter Obergerichtsvollzieher, einem Anwalt und der Messe-Security stellte er den Stand der chinesisch-taiwanesischen Firma buchstäblich auf den Kopf. Das Rad selbst präsentierten die Plagiatoren, vermutlich unter dem massiven Druck, gar nicht erst. „Damit haben wir unser Hauptziel bereits erreicht“, so Frohner. Dennoch waren ihm die weiterhin auf der Automechanika ausliegenden Flyer und Prospekte mit dem Plagiat ein Dorn im Auge. „Doch das haben wir bereits bei unserem Gerichtsantrag berücksichtigt“, so der Alcar-Mann. Da das Werbematerial auch nach der Unterlassungsaufforderung durch den Gerichtsvollzieher noch bis zum Ende der Messe auslag, dürfte nun ein saftiges Ordnungsgeld fällig werden. „Bereits jetzt sind die Fälscher durch das europaweite Verkaufsverbot massiv getroffen“, ist sich Frohner sicher. „Schließlich dürften bereits zigtausend Euro in das Vorbereiten der Felgenformen geflossen sein.“

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