US-Reifenmarkt bleibt weiter auf Talfahrt

Analysten haben für die US-Wirtschaft Indizien einer Erholung ausgemacht, Skeptiker weisen überraschend positive Wirtschaftsdaten als Strohfeuer zurück. Wer geglaubt hatte, der US-Reifenmarkt werde vom Anziehen der Konjunktur mitgerissen, wird mit Blick auf die Reifenabsatzzahlen für den Monat August, die dieser Zeitung vorliegen, ernüchtert sein: Der Abwärtstrend hält unvermindert an. An die amerikanische Erstausrüstung gingen 30,9 Prozent weniger Reifen als im August 2007, also noch 3,5 Millionen Stück. Im Ersatzgeschäft belief sich das Minus auf 13,1 Prozent, noch 19,9 Millionen Reifen fanden den Weg vom Handel zum Verbraucher.

Pkw-Reifen (wozu nach hiesigem Verständnis auch kleinere SUV-Reifen gehören) büßten in der Erstausrüstung 32,3 Prozent ein (Auslieferungen: 2,9 Millionen Einheiten). Der Bedarf der Fahrzeughersteller an Leicht-Lkw-Reifen (wozu nach hiesigem Verständnis auch große SUV-Reifen gehören) ging um 25,8 Prozent zurück (auf 300.000 Reifen). Ebenfalls 300.000 Reifen für die Lkw- und Bushersteller repräsentieren einen Rückgang von 20,9 Prozent.

Im US-Ersatzgeschäft büßten Pkw-Reifen im August gegenüber dem Vorjahresmonat 11,8 Prozent ein (Rückgang auf 16,2 Millionen Stück). Leicht-Lkw-Reifen verloren 27,6 Prozent (entsprechend noch 2,3 Millionen Einheiten). Einzig im Plus in der gesamten Statistik ist das Geschäft mit großen Lkw-Reifen: Plus 1,6 Prozent oder 1,5 Millionen lassen hoffen, dass wenigstens hier die Talsohle erreicht ist.

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