Shock-Tester MSD 3000 von MAHA

Der neue MAHA-Shocktester gewährleistet einen vollautomatischen Prüfablauf. Die Auswertung der Messergebnisse erfolgt in THETA (Lehrsches Dämpfungsmaß oder auch Dämpfungsgrad genannt) und ist die eigentliche Innovation: Das Ergebnis der Prüfung ist eine physikalische Größe. Zur Erklärung: Die Achsdämpfung ist abhängig von mehreren Dämpfungskomponenten am Achssystem – insbesondere von den eingebauten Stoßdämpfern – und vom Achslager. Stoßdämpfer können im eingebauten Zustand nur indirekt geprüft werden. Deshalb ermittelt man die gesamte Achsdämpfungsqualität und schließt aus dieser auf alle Dämpfungskomponenten, insbesondere auf die Stoßdämpfer. Mit dem Basisprinzip zur einfachen und genauen Prüfung von Kfz-Achsdämpfungen ist es möglich, die Ergebnisse verschiedener Prüfmethoden untereinander zu vergleichen, sofern die Prüfstände die gleiche physikalische Größe ermitteln.

Die bisher auf dem Markt eingesetzten Konzepte und Einrichtungen erfüllen diese Anforderungen nicht, da alle nach unterschiedlichen Prinzipien arbeiten. Somit war zwar die Möglichkeit der quantitativen Darstellung der Prüfergebnisse gegeben, jedoch immer nur mit diesen prinzipbezogenen, herstellerspezifischen Größen. Das heißt, dass Beurteilungen der Achsdämpfungsqualitäten nur dann möglich waren, wenn ein und dasselbe Prinzip für die Prüfung angewandt wurde.

Stoßdämpfer stellen ein wesentliches sicherheitsrelevantes Bauteil im Kfz dar: Mit zunehmender Funktionsdauer ist eine Reduktion ihrer dämpfenden Wirkung allerdings unaufhaltsam. Einen weiteren negativen Beitrag leisten sonstige Dämpfungselemente wie z. B. Gummilager etc. Schlechtes Fahrverhalten beim Lenken durch „Einknicken“ oder verlierende Bodenhaftung der Räder beim Bremsen sind Merkmale, die auf eine Minderung der Dämpfungsleistung schließen lassen. Auch die Funktionalität elektronischer Sicherheitssysteme wie z. B. ABS an Fahrzeugbremsen ist nicht mehr gewährleistet. Starke Unterschiede der Dämpfungswirkung zwischen rechtem und linkem Rad einer Achse führen zu erheblichen Fahrinstabilitäten. Um diese Gefahrenquelle zu minimieren bzw. auszuschließen, muss die Qualität der Achsdämpfung eindeutig qualifiziert werden – und dies ist nur durch eine phyikalische Einheit möglich.

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