Accuride-Geschäfte bleiben mau

Die Accuride Corporation (Evansville/Indiana) – Zulieferer der Nutzfahrzeughersteller vor allem in Nordamerika und mit einem starken Fokus auf den Bereich Stahl- und Aluminiumräder – hat jetzt die Quartals- sowie Halbjahresbilanz vorgelegt. Zwar halfen dem Unternehmen, das dem Private-Equity-Fonds KKR gehört, noch gestiegene Verkäufe von Aluminiumrädern und Rädern für den militärischen Einsatz, der Umsatz brach mit 483,1 Millionen US-$ (nach 570,6 Mio. im ersten Hj. 2007) allerdings dennoch sehr deutlich ein. Einer schwarzen Null vor Jahresfrist (drei Millionen Dollar net income) steht jetzt ein Verlust (net loss) von 8,4 Millionen Dollar gegenüber. Am 30.6. belief sich der Schuldenstand auf 539,5 Millionen Dollar, der Free Cashflow ist in den negativen Bereich gerutscht, soll zum Ende dieses Jahres allerdings wieder positiv sein.

Die Geschäftseinheit Wheels hat trotz der positiven Ansätze an Bedeutung im Konzern verloren und steht mit 209,2 Millionen Dollar derzeit für einen Anteil von 43,3 Prozent (nach 272,7 Mio. Dollar bzw. 47,8 Prozent). Im Vorjahr verbuchte Lieferungen besonders leichter Räder an General Motors und Ford fehlen in der Bilanz der ersten sechs Monate des Jahres 2008 und stehen im Zusammenhang mit dem Markteinbruch bei kleinen Lkw/Light Trucks in Nordamerika. Auch verschiebt sich der Markt weiterhin von Stahlrädern, die bei Accuride in der Bedeutung eingebüßt haben, hin zu Aluminiumrädern, die diese Einbußen teilweise kompensieren konnten.

Accuride reagiert auf die angespannte Geschäftssituation mit einer Analyse der Schwächen aller sieben operativen Segmente. Die Restrukturierung des Stahlradbereiches – in Form von Personalreduzierungen in Kanada – hat sich bereits in den ersten Monaten dieses Jahres negativ in der Bilanz niedergeschlagen. Der Zulieferer versucht, die schwache Nachfrage aus dem klassischen Erstausrüstungsbereich und die hohen Rohstoffpreise durch verstärkte Anstrengungen im Ersatzgeschäft sowie Lieferungen an das Militär zu kompensieren.

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